Experimente gehören dazu

Fotokunst Dagmar Flemming arbeitet mit Analog-Technik und entwickelt selbst

Wenn es um Kunst geht, ist die Neugier von Dagmar Flemming schnell geweckt: ob Malerei, Grafik oder Fotografie. Mit der Kamera ist die Schwarzenbergerin mittlerweile 16 Jahre unterwegs und hat schon eine Menge experimentiert. "Ich sehe das Ganze nicht so ernst. Ich bin mehr der Spieler, was das Fotografieren angeht. Ich probiere vieles und schaue, was mir gefällt", sagt Flemming: "Mit der Analog-Fotografie verbringt man schon einige Zeit: Man investiert viel mehr in die Laborarbeit als ins Fotografieren an sich. Digital-Fotografie ist eher eine schnelle Sache. Da ist mehr die Bearbeitung am Computer das, was Zeit braucht."

Derzeit hängen einige Bilder des Fotokurses vom Kulturhaus Aue im Café Incognito in Schneeberg. Dort stellen neben Dagmar Flemming drei weitere Frauen aus. Zu sehen sind Schwarz-Weiß-Fotografien zum Thema: Kinder und Café.

"Wir haben versucht, die Faktoren zu verbinden. Jeder hat sich seine Gedanken dazu gemacht", erzählt Flemming, die sich ihre sieben Monate alte Tochter Aisha als Motiv ausgesucht hat. Kinder zu fotografieren ist eine Herausforderung. "Ich finde, es gibt viel zu viele Babyfotos, die wirklich nur die Mütter ansprechen. Eine Mutter sieht ihr Kind mit ganz anderen Augen als fremde Leute. Von daher wirken viele dieser Fotos eher langweilig auf einen außenstehenden Betrachter", meint Flemming, die von typischen Kinderfotos spricht. Fotos brauchen Charakter, davon ist die Künstlerin überzeugt.