Experte mahnt zur kontrollierten Nutzung von Handys und Spielen

Suchtprävention Achtklässler der Zschopauer Nexö-Oberschule widmen sich einem modernen Problem

Zschopau. 

Zschopau.Mit speziellen Projekttagen wird an der Martin-Andersen-Nexö-Oberschule schon seit fünf Jahren auf die Suchtprävention eingegangen. Drei Tage lang widmen sich Schüler der 8. Klasse dabei gemeinsam mit Lehrern und eingeladenen Experten Themen wie Drogen oder Alkohol. "Das ist im Lehrplan so verankert", erklärt Evelyn Plaschke. Die Biologie-Lehrerin, die für dieses Projekt verantwortlich ist, erweiterte diesmal das Programm um einen Themenbereich. Und zwar aus aktuellem Anlass, denn Mobiltelefone spielen auch im Leben von Kindern und Jugendlichen eine immer wichtigere Rolle.

Handy steht im Mittelpunkt vieler Jugendliche

"So etwas muss mit angesprochen werden, weil viele Schüler ihr Handy lieber haben als andere Dinge", erklärt Evelyn Plaschke. An ihrer Schule ist der Umgang mit der modernen Technik übrigens streng geregelt. Mitbringen können die Schüler ihre Handys zwar, allerdings müssen diese im Schulgelände ausgeschaltet bleiben.

Weil trotzdem viele Vertreter der jüngeren Generation viel zu viel Zeit am Handy verbringen, hat sich Sebastian Steger dieser Problematik gewidmet. In seinem Workshop ging der Medienpädagoge aus Chemnitz nicht nur auf die Handy-Nutzung selbst, sondern auch auf die damit verbundenen sozialen Netzwerke ein. Das sogenannte Cyber-Mobbing wurde daher auch angesprochen. "Dafür gibt es keine Schutzzone. Es kann rund um die Uhr passieren", erklärte der 37-Jährige, der Betroffene zu einem sofortigen und offensiven Handeln aufforderte. Angesprochen sollten sich damit auch die Mitschüler fühlen, "damit Opfer nicht alleine sind".

Internet-Sucht kann teuer werden

Er ging zudem auf das neue Phänomen der Online-Spiele ein, die einige Schüler nach eigenen Angaben bis zu 1000 Euro im Jahr kosten. "Setzt euch ein Limit und kontrolliert euch selbst", lautete diesbezüglich der Tipp von Steger.