Fährt hier bald wieder ein Zug?

Auftakt Infoveranstaltung zum Beleben der Linie Marienberg-Pockau-Lengefeld

Marienberg. 

Marienberg. Im Jahre 2013 wurde die Bahnstrecke Marienberg-Pockau-Lengefeld stillgelegt. Lediglich die Bundeswehr nutzte sie zeitweise noch für Verlegetransporte. Inzwischen wurde an verschiedenen Stellen in Erwägung gezogen, die Strecke wieder zu beleben. Möglicherweise würde der öffentliche Nahverkehr davon profitieren und so mancher sein Auto zu Hause stehen lassen und - sofern die Umstände es erlauben - wieder in die Bahn steigen. Um dieser Thematik auf den Grund zu gehen, fand vergangenen Dienstag im Ratssaal des Marienberger Rathauses eine Auftaktveranstaltung mit Persönlichkeiten aus Öffentlichkeit und Politik, Vertreter der regionalen Wirtschaft und lokalen Akteuren statt.

Das waren die Fragen des Abends

Welche Auswirkungen hatte die Stilllegung? Wie könnte es mit der Wirtschaftlichkeit künftig bestellt sein? Wo müssten zusätzliche Haltepunkte eingerichtet werden? Was müsste getan werden, um weitere Fahrgastpotentiale zu aktivieren? Würde das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei einer Wiederbelebung der Bahnstrecke stimmen? Fragen über Fragen. Entsprechende Antworten, welche in Form eines Gutachtens gefunden werden sollen, könnten dem Projekt auf die Sprünge helfen.

Ingolf Wappler, Bürgermeister von Pockau-Lengefeld sagte dazu: "Ich sehe es als eine Chance für die ganze Region. Allerdings müsste eine Art Verknüpfung mit Buslinien erarbeitet werden. Wer aus der Bahn steigt und weiter will, muss auch wegkommen". Das gilt auch für Touristen, die bspw. ohne Auto anreisen. Hier muss sichergestellt werden, dass sie ohne große Wartezeiten von A nach B kommen. Auch Gedanken zu einem so genannten "Rufzug", der bei Bedarf Schülerinnen und Schüler beispielsweise zu Klassenfahrten transportiert, wurden laut. "Bei vielen Jugendlichen steht das Auto schon nicht mehr im Mittelpunkt, sie fahren zunehmend wieder Bahn. Die Strecke wieder aufzumachen, ist möglicherweise ein richtiger Weg zum richtigen Zeitpunkt", so Jörg Markert, Mitglied des Sächsischen Landtages.