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Fürs Pilz-Wachstum fehlt das Wasser

Witterung Sammler haben es schwer - Im Wald sind kaum Pilze zu finden

Schönheide. 

Was eindeutig fehlt, ist Wasser: derzeit ist es schwierig, Pilze in heimischen Wäldern zu finden. Frank Demmler beschäftigt sich von Kindesbeinen an mit Pilzen und hat vor 33 Jahren als Pilzsachverständiger angefangen. Der gelernte Elektriker hat einen unheimlichen Erfahrungsschatz. Und dennoch könne man sich selbst als Pilzberater einmal in der Art irren, da es viele ähnliche gibt. "Aber bei den Giftpilzen muss man sich definitiv sicher sein", so Demmler. Die Trockenheit der letzten Wochen sieht er kritisch: "Nicht nur, dass die Waldbrandgefahr steigt, man findet auf dem Waldboden nicht einen Pilz. Chancen hat man derzeit nur in Feuchtgebieten und im Moos, wo sich das Wasser gehalten hat." Zu anderen Jahren, wo man zur gleichen Zeit voll Körbe hatte, sei das kein Vergleich. Aus Erfahrung weiß Demmler: "Nach einem Regen dauert es zwei bis drei Wochen, bis wieder Pilze wachsen." Wie der 69-jährige weiter erklärt, habe man im mitteleuropäischen Raum 600 Speisepilzarten und 200 Giftpilz-Arten wovon zwölf lebensgefährlich eingestuft werden. Eine Auswahl an 40 bis 50 Arten hat Frank Demmler trotz der widrigen Bedingungen zusammengetragen und eingelagert, was enorm ist bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen. Das Ganze hat auch einen Grund: heute gestaltet Frank Demmler im Rahmen der Schönheider Schwammetour eine Pilzausstellung auf dem Gelände des Forstmeisters in Schönheide. Dort startet ab 7 Uhr auch die Wanderung. Man ist sich allerdings noch nicht ganz sicher, was die Wanderer auf ihrer Tour an Pilzarten überhaupt zu Gesicht bekommen. Frank Demmler beantwortet Fragen und erklärt die Unterschiede zwischen den Pilzarten.



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