Fachkräftebedarf bleibt Thema

Wirtschaft Erzgebirge ist besser als der Durchschnitt von Sachsen

Erzgebirge. Die Wirtschaftskrise scheint allgegenwärtig. Doch im Erzgebirgskreis sind die Industriebetriebe vor allem in den Schlüsselbranchen metallverarbeitende Industrie, Elektronik/Elektrotechnik und Maschinenbau laut Statistik weiter im Aufwärtstrend.

Nach dem überdurchschnittlich erfolgreichen Jahr 2011 haben viele erzgebirgische Unternehmen auch im ersten Halbjahr dieses Jahres sowohl bei der Umsatzentwicklung als auch den Beschäftigtenzahlen oder der Exportquote noch einmal zulegen können. So haben Betriebe ab 50 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden im ersten Halbjahr 2012 knapp 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem erfolgreichen Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg von nochmals 2,3 Prozent. Das freut vor allem Mattias Lißke als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge (WFE). Er sagt: "In Zeiten der Krise ist es umso erfreulicher, dass es in vielen Unternehmen unserer Region noch einmal Wachstum gegeben hat. So dass das Niveau von 2008 vor der Krise weit übertroffen worden ist und unsere Unternehmen gestärkt in eventuelle neue wirtschaftliche Turbulenzen starten können." Weiter erläutert der Chef: "Es gibt natürlich durchaus ein differenziertes Bild zwischen den Branchen und einzelnen Produkten. Der Erfolg ist immer produktabhängig. Die Konsequenz aus der positiven Entwicklung ist jedoch ein großer Fachkräftebedarf. Dies bleibt für uns das Hauptthema der nächsten Jahre."

Fakt ist, das Erzgebirge stellt sich derzeit besser dar als der Durchschnitt von Sachsen. Den größten Teil vom Gesamtumsatz im Erzgebirgskreis erzielte die metallverarbeitende Industrie mit 43 Prozent und insgesamt 762 Millionen Euro. Weitere zehn Prozent mit knapp 186 Millionen Euro entfallen auf Elektronik/ Elektrotechnik, ebenfalls knapp zehn Prozent mit mehr als 182 Millionen Euro erwirtschaftete der erzgebirgische Maschinenbau. Außerdem gibt es knapp 1.000 Industriebeschäftigte mehr.