Fachkräftebedarf in fast allen Bereichen

Pendleraktionstag Erzgebirge stößt in Aue auf gute Resonanz

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Firmenchef Stefan Gnichtel im Gespräch mit Gianni Wittschier. Foto: R. Wendland

Aue . Der Pendleraktionstag Erzgebirge, der neben Annaberg erstmalig auch in Aue im Kulturhaus lief, ist auf eine breite Resonanz gestoßen. Matthias Lißke Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge ist überrascht: "Wir hatten einen Ansturm mit dem so keiner gerechnet hat." Insgesamt spricht man von 1100 Besuchern, die sich umgeschaut und informiert haben. Das sei enorm. Bei der regionalen Jobmesse für Pendler, Exil-Erzgebirger und Fachkräfte haben sich mehr als 60 Ausstellern beteiligt. Das sei der Höchstwert in der bisherigen Geschichte des Pendleraktionstages. Der Bedarf an Fachkräften sei überall da, sagt Lißke: "Das ist ganz egal ob Industrie, Handwerk oder sozialer Bereich." Bei den Ausstellern selbst herrscht Zufriedenheit.

Stefan Gnichtel, Geschäftsführer der Multi Industrieanlagen GmbH in Aue: "Wir sind das erste Mal dabei beim Pendleraktionstag und mit der Resonanz sehr zufrieden. Es gab einige interessante Gespräche." Eines davon hat Gnichtel mit Gianni Wittschier geführt. Der junge Mann, der seinen Ingenieur in der Tasche hat, kommt aus Hamburg: "Meine Freundin wohnt in Annaberg. Vom Aktionstag habe ich gelesen und fand es eine interessante Form." Was alle Unternehmen gleich haben: es werden qualifizierte Fachkräfte gesucht. Zukünftig wird es für die Unternehmen immer schwieriger die Stellen, die durch altersbedingte Abgänge freiwerden wieder neu zu besetzen.

An der Stelle stehen die Firmen vor einer Herausforderung, die man versuchen muss zu meistern. Pendler zurück in die Region zu holen ist nur ein Ansatz, die entstehenden Lücken zu schließen.