Falkenbacher Ortsumgehung

Verkehr Fahrzeuge rollen wieder auf 12,6 Millionen Euro teuren Trasse

12,6 Millionen Euro hat die neue Falkenbacher Ortsumfahrung gekostet. Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde der Verkehrsweg zwischen den Wolkensteiner Ortsteilen Falkenbach und Schönbrunn gestern für den Verkehr frei gegeben.

Der Neubau soll nicht nur die erzgebirgischen Zentren Marienberg und Aue/Schwarzenberg sowie Stollberg besser miteinander verbinden. Er soll in erster Linie das Kur- und Thermalbad Wiesenbad vom Durchgangsverkehr und damit von jeder Menge Lärm entlasten. Der Bauherr, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), verspricht sich von der Ortsumgehung eine Umlenkung der Verkehrsströme. Statt aus Richtung Freiberg/Heinzebank über die B 101 nach Annaberg-Buchholz zu fahren, sollen Verkehrsteilnehmer ab sofort in Schönbrunn von der B 101 auf die S 222 abbiegen und kurz vor Schönfeld auf die B 95 fahren, um in die Erzgebirgshauptstadt zu gelangen. "Das Bauprojekt bringt großen Nutzen, für Anwohner und Touristen wird es ruhiger, für die Kurbetriebe dadurch attraktiver - und für Wirtschaftsverkehre geht es jetzt auch besser vorwärts", ist sich Rainer Förster, Präsident des Landesamtes, sicher.

Ob es auch für die Falkenbacher ruhiger wird, ist unsicher. Das Landesamt berichtete, dass an der Umgehung keine Lärmschutzmaßnahmen gebaut wurden. Schalltechnische Untersuchungen im Vorfeld der Bauarbeiten hätten keine Überschreitungen der zulässigen Lärmgrenzwerte ergeben.