Familie bringt Ablenkung im Abstiegskampf

Fussball Martin Männel zwischen Anspannung und Familienleben

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Martin Männel - hier bei der Lila-Weißen Nacht - sagt, seine Mannschaft kenne sich mit dem Thema "Abstiegskampf" aus. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue. Wer mit den Spielern des FC Erzgebirge Aue spricht, hört immer wieder, dass die Mannschaft den Abstiegskampf kennt und mit Druck umgehen kann. Sagt dies Kapitän und Torwart Martin Männel, glaubt man das sofort, denn der 30-Jährige ist komplizierte sportliche Situationen gewohnt. Abstieg, Aufstieg, Klassenerhalt - nicht nur die letzten drei Spielzeiten hatten es in sich. Zudem strahlt Männel, wie nur wenige, Ruhe und Zuversicht auf der Zielgeraden der Saison aus.

Es fehlte an Konstanz

Anfang der Saison und vor allem nach der super Hinrunde hatte Männel immer wieder ausgesprochen, dass er den extremen Nervenkitzel nicht bis zum Saisonende braucht. Er hoffe, dass sein Team diesmal den Klassenerhalt etwas früher klar machen könne, betonte der Kapitän immer wieder. Es blieb letztendlich ein frommer Wunsch: "2015 und auch im letzten Jahr war die Situation so, dass wir einen Rückstand hatten", sagt Männel: "Aber jetzt ist es halt so, dass wir mehrfach in der Saison die Chance hatten, das Polster zu halten oder weiter auszubauen." Doch es fehlte diesmal an Konstanz. Zudem ist es so, dass die Liga extrem stark war. Schon länger steht fest, dass diesmal 39 Punkte nicht zum Klassenerhalt reichen würden. Die Abstände in der Tabelle sind diesmal eng.

Gartenarbeit und Einkäufe lenken ab

Eine der wichtigsten Rollen in Martin Männels Leben spielt seine Frau Doreen. Zwischen beiden ist Fußball auf jeden Fall auch ein Thema: "Spiele werden natürlich ausgewertet. Ich bin da meist sogar der etwas ruhigere Part, meine Frau will da immer ein bisschen mehr erzählen." Die Gespräche dienen allesamt der Verarbeitung. Für Ablenkung sorgen zudem Sohnemann Anton, Garten- und Hausarbeit sowie die alltäglichen Einkäufe. "Da meine Frau schwanger ist, muss ich da auch ein bisschen mehr anpacken", so der 30-Jährige, der sich natürlich sehr auf sein zweites Kind freut.