"Familienfrieden wird halten"

Fußball Erzgebirge Aue empfängt Aufstiegsaspirant Hertha BSC Berlin

Im Sparkassen-Erzgebirgsstadion rollt am Sonntag (13.30 Uhr) wieder der Ball: Mit Hertha BSC Berlin kommt der nächste Aufstiegsaspirant ins Lößnitztal. Die Karten für die Begegnung waren gefragt, am ersten Tag des Vorverkaufsstarts wurden 7.000 Tickets abgesetzt. Ein besonderes Spiel wird die Sonntagspartie für Oliver Schröder. Der Mittelfeldakteur erlernte bei der Hertha das Fußball-Einmaleins. Eine Zeit, an die sich Schröder sehr gern erinnert: "Vom ersten Augenblick an, als ich in der C-Jugend gespielt habe, bis zur Profizeit ist bei Hertha für mich ein Traum in Erfüllung gegangen." Nicht nur er, sondern schon in den 1960er Jahren sein Vater lief im Trikot von Hertha BSC Berlin auf. Die familiären Bande gehen aber noch weiter, Olivers Bruder arbeitet in der Geschäftsstelle der Hertha. Der Familienfrieden werde aber halten, auch wenn sein Bruder für die Berliner die Daumen drückt. "Wenn wir jetzt ein gutes Spiel mit Aue machen, wird er sicher nicht zum Weinen in den Keller gehen."

Damit es besagtes gutes Spiel wird, müssen die Auer allerdings anders als gegen Duisburg auftreten und ihre Torchancen nutzen. Dass in dieser Hinsicht auch Oliver Schröder große Ziele hat, zeigt sich an der Tatsache, dass er im letzten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig ein Tor erzielte. Von einem Warmschießen gegen seinen Ex-Verein will er aber nicht sprechen: "Schön wäre es, wenn ich gegen Hertha treffen würde." Das Ziel im Lößnitztal sei der Klassenerhalt. "Wir sind als Mannschaft gewachsen, uns fehlt ein bisschen Konstanz", resümiert Schröder.

Derweil hat der FC Erzgebirge Aue von der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) die Bestätigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhalten. "Nach Auffassung der DFL ist die Einhaltung des Spielbetriebes bei Einhaltung der aktualisierten Planwerte gewährleistet", teilten die Veilchen mit.