"Farben ziehen mich zuerst an"

Kunst Gegensatz entsteht zwischen Kettensäge und Aquarell-Malerei

Gabriele Fritzsch ist künstlerisch gesehen immer auf der Suche nach neuen Ideen, neuen Inspirationen für ihre Zeichnungen und Holz-Kunstwerke. Was die Künstlerin zuerst anzieht, sind Farben. "Blau ist meine absolute Lieblingsfarbe - die findet man in allen Nuancen in meinen Arbeiten wieder", erklärt die 52-Jährige. In ihrem künstlerischen Dasein treffen krasse Gegensätze aufeinander. Auf der einen Seite hält sie eine grobe Kettensäge in der Hand, um Holz-Stücken eine passende Form zu verleihen und auf der anderen Seite greift sie zu Aquarell-Farben und Pinsel und zeichnet zarte Dinge auf ein Blatt Papier. Das Gestalten mit Holz sei schwierig. "Das Material macht nicht immer das, was man erwartet und sich vorstellt. Zum Glück hat man einen Ofen", schmunzelt Fritzsch. Das Thema Holz und Farbe betrachtet die Schwarzenbergerin kritisch: "Der Charakter des Holzes muss auf jeden Fall erhalten bleiben." Einen festen und markanten Stil hat Gabriele Fritzsch durch ihre Vielseitigkeit nie entwickelt. "Ich habe schon vieles ausprobiert. Was ich mir für die Zukunft gut vorstellen könnte ist, richtig in die Töpferei einzusteigen und das Handwerkliche von Grund auf zu lernen." Aktuell ist eine Auswahl ihrer Werke, Malerei und Holz, im Foyer des Kulturhauses in Aue zu sehen. Dort gestaltet die Schwarzenbergerin zusammen mit Clarika Hunger und Katrin Dorschner eine Ausstellung: dabei verbinden sich drei Handschriften zu einem Gesamt-Bild.