Faszinierende musikalische Kontraste

KONZERT Uta Loth begeistert im Ratssaal

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Uta Loth beim Spiel von Cat and Mouse. Foto: J. Loth/PB AL

Thalheim. Einmal mehr brillierte Uta Loth, Pianistin aus Thalheim, mit ihrem Können am Konzertflügel. Gleich zu Beginn ließ sie das Impromptu op. 90,4 in As von Franz Schubert frisch über die Tasten perlen. Sie gestaltete Moments Musicaux desselben Komponisten abwechselnd spielerisch, träumerisch und schließlich voller Kraft strotzend. Die Schubertschen Variationen op. 143,3 in B, die immerhin 15 Minuten dauern, waren in jeder Sekunde spannend. Wie die Künstlerin verriet, steckt darin Vieles an pianistischer Raffinesse, was es überhaupt gibt.

Die im Titel angekündigten "Kontraste" kamen bei den folgenden Titeln zum Tragen. Von Astor Piazolla über Aaron Copland bis zu Isaak Albeniz wählte Uta Loth virtuose Stücke, eben echte Hingucker aus. Während der Argentinier bei seinem stark akzentuierten "Libertango" fast ein Perpetuum mobile imitierte, war das Spiel von "Katz' und Maus" des Amerikaners ein furioses Hetzen über die Tasten, gepaart mit beruhigenden Sequenzen. Übrigens: Die Maus kam - natürlich arg lädiert - mit dem Leben davon. Der Spanier wiederum komponierte mit "Asturias" ein fast sportlich aufregendes Werk voller Anspannungen und mit etlichen Akkordentladungen. Fantastisch anzusehen, meinten knapp 80 Besucher mit viel Freude in den Augen und manchem Schmunzeln über die Kapriolen am Flügel.