FC Erzgebirge Aue: Rote Karte für rotes Tape?

Fußball FCE verliert in Unterzahl beim VfL Bochum

Aue. 

Aue. Der FC Erzgebirge Aue hat am Sonntag ein denkwürdiges Spiel beim VfL Bochum mit 0:2 (0:0) verloren. Die Begegnung war aufgrund fehlender Tore lange Zeit offen, wenngleich die Bochumer von Beginn an die besser waren. Doch die Treffer für die Gastgeber fielen erst in der Schlussviertelstunde. Robert Zulj brachte sein Team in der 74. Minute in Führung. In der 82. Minute machte Mboussy Ganvoula den Bochumer Erfolg perfekt. Damit haben seitens des Vfl gleich zwei Joker gegriffen.

Doch diskussionswürdig ist eine ganz andere Situation gewesen. Die Gäste aus dem Erzgebirge spielten mehr als 60 Minuten in Unterzahl. Denn der Aufreger des Spiels war eine rote Karte gegen Calogero Rizzuto in der 28. Minute. Die Situation war, wie die Fernsehbilder zeigten, gar nicht so eindeutig, wie sie Schiedsrichter Winter gesehen hat. Rizzuto befand sich dabei in einem Zweikampf mit Novothny. Der Auer Verteidiger spielte jedoch zunächst den Ball. Als Novotny weiterlief, sah es aus, als tritt Rizzuto nach. Der Schiedsrichter zögerte überhaupt nicht und zückte die rote Karte. Doch bei die TV-Bilder zeigten anderes. Dort sah es aus, als ob sich ein rotes Tape von Rizzutos Bein gelöst hatte und dieses an Novothny kleben blieb.

Eine kuriose Situation und eine Entscheidung über die sicherlich noch gesprochen wird. Durch die rote Karte jedenfalls rutschte das Spiel noch weiter Richtung VfL Bochum. Immer wieder standen die Lila-Weißen unter Druck. Die Veilchen-Defensive war pausenlos gefordert. Die Schuster-Elf ließ hingegen nahezu jede Torgefährlichkeit vermissen, kreierte kaum Möglichkeiten. Die Führung der Gastgeber war nur eine Frage der Zeit. Die zweite Niederlage der Auer in Folge lässt den guten Saisonstart verblassen.