FC Erzgebirge fährt Niederlage trotz früher Führung ein

Fußball Der FC Erzgebirge Aue verliert 2:1 gegen Dynamo Dresden

Der FC Erzgebirge Aue hat das Sachsenderby mit 2:1 (1:1) verloren. Die Niederlage hatte sich trotz früher Führung angedeutet. Denn schon nach 70 Minuten sah die Statistik für den FC Erzgebirge Aue nicht wirklich gut aus und machte klar, woran es den Erzgebirgern mangelte: Dynamo Dresden führte da schon mit 2:1 und hatte elf Torschüsse zu verzeichnen. Bei den Lila-Weißen hingegen standen nur zwei Schüsse auf das gegnerische Tor auf dem Zettel. Vor allem nach dem Start in die Partie hatten die Fans der Veilchen ganz anderes erwartet. Schon nach zwei Minuten hielt das Stadion zum ersten Mal die Luft an. Marko Mihojevic setzte vor mehr als 30.000 Zuschauern nach einem Freistoß den Ball an den Pfosten. Es hätte der Führungstreffer sein können. Nur vier Minuten später fiel dieser dann. Jan Hochscheidt, der schon in der Vorwoche gegen den Hamburger SV überzeugte, nutzte einen Pass von Jacob Rasmussen und brachte den Ball im Netz unter. Allerdings zählte der Treffer erst nach Videobeweis. Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte Abseits gesehen. Dann gab es den Hinweis aus Köln und die stark vertretene Auer Anhängerschaft und Torschütze Hochscheidt konnten jubeln. Besser hätte der Auftakt nicht sein können. Noch bevor es in die Kabine ging, gelang Dynamo Dresden der Ausgleich durch Patrick Schmidt, der erst im Winter auf Leihbasis vom 1. FC Heidenheim in die sächsische Landeshauptstadt kam. Die Dresdner wurden zuvor immer stärker und fanden mehr und mehr trotz des frühen Rückstands in die Begegnung. In der Offensive wurde Aue immer harmloser Nach der Pause ging es ähnlich weiter und es folgte das, was sich angedeutet hatte: In der 59. Minute traf Patrick Schmidt ein zweites Mal. Mit einem Fallrückzieher, der das Zeug zum Tor des Monats hat, brachte der Leihspieler die Gastgeber in Führung. Das Spiel war also gedreht und es blieb rassig und kampfbetont.

Während Aue in der Schlussphase auf den Lucky Punch drückte, um die Niederlage doch noch abzuwenden, verteidigten die Schwarz-Gelben mit Mann und Maus. In der Schlussphase kassierte nach einer kleinen Kabbelei mit Niklas Kreuzer Calogero Rizzuto auch noch die gelb-rote Karte. Die Situation war nicht unumstritten. Die Fernsehbilder belegten, dass Kreuzer Rizzi richtig nach unten gezogen hatte. Er revanchierte sich leicht mit dem Ellenbogen. Dafür gab es gelb für Rizzuto, der bereits vorbelastet war. In der kommenden Woche im Spiel gegen den SV Sandhausen muss Rizzi pausieren. Durch den Sieg von Dynamo Dresden rutscht im Tabellenkeller alles wieder enger zusammen. Nur noch ein Punkt fehlt zum Relegationsplatz. Der FC Erzgebirge Aue hingegen rutscht auf den 8. Tabellenplatz.