FCE Aue Stadion: Investition aus Eigenmitteln

Fußball Landrat Frank Vogel über lila Vermerke und andere Stadien

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Landrat Frank Vogel. Foto: Carsten Wagner

Aue. Ganze Arbeit hat der Erzgebirgskreis beim Bau des Erzgebirgsstadions geleistet. Unsere Reporterin Katja Lippmann-Wagner hat mit Landrat Frank Vogel gesprochen.

Ein Landkreis, der ein Fußballstadion eines Zweitligisten sein Eigen nennt, ist nicht alltäglich. Ist das Last oder Glück?

Es ist meines Wissens einmalig in Deutschland. In der Vergangenheit war es immer wieder eine Herausforderung, die Auflagen der DFL, die Wünsche und Vorstellungen des Vereins, der Sponsoren und Fans unter einen Hut zu bringen und letztendlich zu finanzieren.

Mit dem jetzt vollzogenen Um- und Ausbau des Erzgebirgsstadions ist uns etwas gelungen, was ich, ehrlich gesagt, so nicht gedacht hätte, als vor einigen Jahren erste "Träume" und Ideen dazu kamen. Und deshalb bin ich sehr dankbar darüber, denn es ist nicht selbstverständlich, dass der Erzgebirgskreis eine solche Investition aus Eigenmitteln stemmt.

Sie sind selbst fußballbegeistert. Seit wann schlägt Ihr Herz für die Lila-Weißen?

Fußballbegeistert und Aue-Fan war ich schon immer. Seit Anfang der 1990er Jahre bin ich regelmäßig zu den Heimspielen im Erzgebirgsstadion.

Wie oft gehen Sie heute zum Fußball?

Wann immer ich Zeit dazu habe. In der Saison besuche ich ca. dreiviertel aller Heimspiele. Und gelegentlich fahre ich auch mal zu einem Auswärtsspiel. In meinem Terminkalender haben die Punktspiele, sobald sie terminiert sind, ihren betont lila Vermerk. Mein Büro weiß, die Zeitfenster sind nach Möglichkeit freizuhalten.

Welche anderen Stadien kennen Sie und wie schneidet der Neubau des Erzgebirgsstadions im Vergleich mit diesen ab? Worin liegen für Sie die Besonderheiten des Erzgebirgsstadions?

Da sind in den Jahren schon einige zusammengekommen, sowohl in der dritten wie auch zweiten Liga. So war ich unter anderem in Cottbus, bei Union, in Kaiserslautern, Stuttgart, München, Nürnberg, Sandhausen, Heidenheim und Dresden. Das Erzgebirgsstadion hat eine sehr schöne Lage und dieser Um- und Ausbau war etwas Besonderes.

Es ist funktional, schafft eine noch bessere Atmosphäre, als wir das im alten Stadion gewöhnt waren, man ist näher dran. Und ich hoffe, das Stadion macht neugierig, der lilaweiße Funke springt über und zieht künftig noch mehr Fans in seinen Bann.

Was finden Sie am neuen Stadion besonders gelungen?

Das Stadion in Gänze ist gelungen. Die Bedingungen für Mannschaft und Fans haben sich wesentlich verbessert und sind nun zweitligatauglich. Jetzt gilt es noch, das Umfeld bzw. die Rahmenbedingungen - insbesondere die Parkplatzsituation - den Erfordernissen eines solchen Stadions anzupassen. Aber das liegt nicht in unserem Verantwortungsbereich.

Wir haben mit der Übergabe an den Verein unseren Teil des Gesamtvorhabens erfüllt, abgesehen vom Vorplatz und von einigen Restarbeiten im Stadiongelände, die im Frühjahr noch begonnen bzw. beendet werden sollen.