FCE: Erst bei Rot gings richtig ab

Fussball FC Erzgebirge Aue gewinnt in Unterzahl gegen Jahn Regensburg

Dennis Kempe bereitete das Tor für Mario Kvesic vor. Foto: Alexander Gerber

Aue. Es war in der 20. Minute des Spiels des FC Erzgebirge Aue gegen den SSV Jahn Regensburg: Aue-Stürmer Dimitrij Nazarov trifft beim Einwurf den Kopf von Sebastian Stolz. Schiedsrichter Sven Waschitzki fackelt nicht lang, sieht einen Vorsatz darin, wertet dies als Unsportlichkeit und zückt die rote Karte. Nazarov kann nach nur zwanzig Minuten duschen gehen und die Veilchen haben 70 anstrengende Minuten in Unterzahl vor sich.

Beschwerlicher Start

Trotzdem sichern sich die Lila-Weißen an diesem Sonntag mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg drei wichtige Punkte. Die rote Karte sei die Initialzündung gewesen, heißt es nach dem Abpfiff immer wieder. Auch Cheftrainer Hannes Drews war es nicht entgangen, dass es in den ersten 15 Minuten nicht rund lief: "Da haben wir nur schwer ins Spiel gefunden", so der 35-Jährige.

Gereizte Stimmung

Nach der roten Karte allerdings war die Partie unglaublich umkämpft, die Stimmung hitzig. Es gibt zahlreiche Fouls. Ein richtiger Spielfluss will zunächst einfach nicht aufkommen. Glücklicherweise aber ist der Stimmungsboykott zunächst ausgesetzt, steht die aktive Fanszene wieder lautstark hinterm Tor von Martin Männel.

"Das hat uns heute richtig gut getan", stellt Männel fest. Das Team von Hannes Drews scheint daraus tatsächlich Kraft zu ziehen, erholt sich vom Rot-Schock und übersteht auch die Druckphasen der Gäste. Torlos geht es in die Kabine. "Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen werden", so Hannes Drews. In der 60. Minute gab es dann eine und diese nutzte Mario Kvesic sicher. Es war der Spielentscheidende Treffer. Mit nunmehr 16 Punkten stehen die Veilchen aktuell auf dem 8. Tabellenplatz.