FCE: Erste Niederlage unter Tedesco

Fußball Aue verliert trotz Überzahl beim 1. FC Nürnberg

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Stürmer Dimitrij Nazarov gehört in der Rückrunde zu den Leistungsträgern beim FC Erzgebirge Aue. Zudem ist er ein Fuchs vom Elfmeterpunkt. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue/Nürnberg. Beim 1. FC Nürnberg ist am Karsamstag die niederlagenfreie Serie des FC Erzgebirge Aue gerissen: Die Veilchen verloren vor den Augen von zirka 4000 mitgereisten Fans mit 2:1. Dabei spielten die Gastgeber ab der 50. Minute in Unterzahl. Kammerbauer sah wegen einer Notbremse die rote Karte. Den daraus resultierenden Freistoß aus zirka 22 Metern Torentfernung nutzte Mario Kvesic zum vorübergehenden Ausgleich. Bereits in der ersten Halbzeit war Nürnberg in Führung gegangen. Doch in der 82. Minute gelang den in Unterzahl spielenden Nürnbergern der Siegtreffer.

Schafft Aue den Klassenerhalt?

Es war die erste Niederlage der Lila-Weißen unter Trainer Domenico Tedesco, der die Mannschaft aus dem Jammertal herausführte. Auch nach dieser Niederlage und trotz des Abrutschens auf den Relegationsplatz haben die Erzgebirger die Chance auf den Klassenerhalt. Deshalb sagte Kapitän Martin Männel nach der Niederlage in Nürnberg: "Es gilt für uns den Fokus jetzt nach vorn zu richten."

Sein Team brauche den verlorenen Punkten nun nicht hinterher trauern. "Wir haben in den letzten Wochen gut gepunktet, wir ruhen uns nicht darauf aus" so Männel. Dass die Fans so zahlreich nach Nürnberg gefahren waren, das machte Männel glücklich und stolz. Und auch gegen Hannover 96 deutet sich eine große Kulisse an. Am Anfang der Woche gab es nicht einmal mehr 1000 Tickets.

Der Blick geht nach vorn

Jetzt ist nur zu hoffen, dass die Auer durch die Niederlage nicht allzu viel vom mühsam aufgebauten Selbstvertrauen wieder verloren haben. Die breite Brust sieht Dimitrij Nazarov, der sich unter Tedesco zum echten Leistungsträger mauserte, als einen Grund für die Erfolge, die es seit dem Trainerwechsel gegeben hat: "Ich glaube, dass die Mannschaft jetzt ein bisschen erfahrener ist. Nach ein paar Siegen ist das Selbstvertrauen wieder da. Keiner versteckt sich, jeder will den Ball haben", so der Stürmer.