FCE: Erster Geistersieg der Vereinsgeschichte

Fussball Der FC Erzgebirge Aue siegt 3:1 gegen den SV Sandhausen

Aue. 

Aue. Der FC Erzgebirge Aue hat sein erstes Geisterspiel gewonnen. Die Lila-Weißen siegten gegen den SV Sandhausen zum Restart der 2. Fußball-Bundesliga im heimischen Erzgebirgsstadion mit 3:1. Die Begegnung hatte nicht nur aufgrund leerer Ränge Testspielcharakter. Auch stand die Frage im Raum, wie fit und eingespielt die beiden Teams nach der mehr als zweimonatigen Zwangspause sind. Eine leise Andeutung, wie die Antwort auf diese Frage lauten könnte, gab es schon nach wenigen Minuten des Geisterspiels.

Aue spielte fast 90 Minuten in Überzahl

Dimitrij Nazarov leitete bereits frühzeitig den Sieg seiner Mannschaft ein. Er verwandelte in der 5. Minute einen Elfmeter. Da zuvor Dennis Diekmeier vom SV Sandhausen die rote Karte gesehen hatte, spielte Aue ab diesem Moment in Überzahl. Der Platzverweis war sehr hart, die Elfmeterentscheidung gerechtfertigt. In der ersten Halbzeit wusste das Team von Cheftrainer Dirk Schuster die Überzahlsituation nicht richtig zu nutzen. In den ersten 45 Minuten hatte Aue nur eine weitere Tormöglichkeit. Jan Hochscheidt scheiterte in der 30. Minute mit einem Schuss aus Nahdistanz an SVS-Torwart Martin Fraisl. Auch nach der Pause überzeugten die Gäste aus sandhausen. Doch das Tor machte Aue. In der 64. Minute gab es den nächsten Treffer durch Florian Krüger, der von John-Patrick Strauß mit einer Flanke bedient wurde. Das dritte Tor für die Lila-Weißen machte Malcolm Cacutalua mit dem Kopf. Der Assist kam in diesem Fall von Jan Hochscheidt.

Emotionen von den Rängen fehlten

In der Schlussphase der Partie gelang den Sandhäusern noch der Anschlusstreffer durch Biada. Der FC Erzgebirge Aue kann also auch ohne die Unterstützung seiner Fans zuhause gewinnen. Doch Fakt ist auch: Dem Spiel fehlten die Emotionen von den Rängen und die herrliche Atmosphäre im Stadion. Und vielen Fernsehzuschauern wurde klar, dass die leere Arena auch für die Spieler eine Herausforderung ist.