FCE-Fans durchleben Achterbahnfahrt

Fußball Philipp Riese wünscht sich Gesundheit, Martin Männel mehr Zeit für die Familie

Für die Fans des FC Erzgebirge Aue war das Jahr 2015 eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zuerst schien der Abstieg nahezu besiegelt, dann aber blühten die Veilchen noch einmal richtig auf und hätten ihn mit ein bisschen Glück schaffen können: Den Erhalt der 2. Fußball-Bundesliga. Doch es sollte nicht sein. Auch das Kopfballtor von Torwart Martin Männel am letzten Spieltag beim 1. FC Heidenheim konnte den Abstieg nicht mehr verhindern. Nach dem Abstieg kam der Umbruch: Cheftrainer Tommy Stipic machte sich aus dem Staub und der Verein stand plötzlich ohne Trainer und ohne Spieler da. Die Verpflichtung von Pavel Dotchev wurde zunächst von einigen Anhängern kritisch gesehen und auch der rigorose Umbau des Teams wurde skeptisch beäugt, doch Dotchev und sein junges Team kam, sah und begann irgendwann auch zu siegen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Der FC Erzgebirge Aue schaffte erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Veilchen überwintern auf dem 3. Tabellenplatz. Nur das schlechtere Torverhältnis verhindert, dass das Team an der SG Sonnenhof Großaspach vorbeizieht. Damit haben die Kicker aus dem Lößnitztal eine sehr gute Ausgangsposition für die Fortsetzung der Rückrunde geschaffen. FCE-Kapitän Martin Männel schaut deshalb zuversichtlich in die Zukunft: "Wünsche sollte man ja für sich behalten, damit sie auch in Erfüllung gehen." Gute Vorsätze trifft Männel auch: "Eine Sache, die ich mir jedes Jahr aufs Neue vornehme: Ein bisschen mehr Zeit für die Familie zu haben." Der Alltag lasse dies nicht immer zu, doch es klappe von Jahr zu Jahr ein bisschen besser. Philipp Riese wünscht sich für seine Familie und sich: "Dass wir alle gesund und munter bleiben." Sportlich gibt sich Riese zurückhaltend: "Ich hoffe, dass wir einen guten Start im neuen Jahr haben und dann werden wir sehen, wohin die Reise im Sommer geht."