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FCE-Kicker vermissen die Fans und haben private Herausforderungen zu meistern

Corona Hoffnung auf Normalität trägt über die verrückten Zeiten

Aue. 

Aue. Die Saison 2020/2021 geht unter den Bedingungen der Corona-Pandemie über die Bühne. Das bringt viele Einschränkungen mit. Die Ränge sind meist leer und werden es sicher auch noch lange Zeit bleiben. Nur anfangs der Saison waren wenige Besucher zugelassen. "Es ist für alle keine einfache Zeit", findet Florian Krüger und antwortet auf die Frage, was denn am meisten nervt, keck: "Was nervt in dieser Zeit nicht, ist die Frage." Krüger versteht, dass die meisten mit der Situation nur schwer klarkommen. "Wir als Spieler müssen noch froh sein, dass wir unserem Job nachgehen können, dass wir herkommen und trainieren dürfen", sagt der Stürmer. Auch die Reisen durchs Land sieht er aktuell als eine Art Privileg. "Von daher sind wir auch ein bisschen in der Pflicht, den Leuten am Wochenende etwas zurückzugeben", so der 21-Jährige und ergänzt: "Natürlich wären wir alle froh, wenn sich das Ganze wieder lockern würde."

Auch private Herausforderungen für die Akteure

Kapitän Martin Männel macht kein Geheimnis daraus, dass es auch bei ihm privat besondere Herausforderungen gibt: "Die Jungs sind zuhause und müssen dort betreut werden." Ein Drahtseilakt für die Eltern zwischen Homeschooling, Freunde-Ersatz, Spielzeiten. "Da geht es uns wie allen anderen auch. Da versucht man, sich durch den Alltag zu hangeln, den Jungs auch in allen Richtungen gerecht zu werden", so der zweifache Familienvater. Gerade auf den Schultern seiner Frau laste da viel. Sie müsse immer wieder in die Bresche springen. "Insofern ist es seit Wochen und Monaten ein Ritt auf der Rasierklinge." Auch im Umfeld hat sich für die Spieler einiges geändert. So müssen sich die Profis nicht sofort nach der Begegnung bohrenden Reporterfragen stellen: "Es ist für einen Spieler mittlerweile ein bisschen von Vorteil, weil er nach dem Spiel nicht mehr aus den Emotionen heraus antworten muss", sagt Pascal Testroet. Es vergehen Stunden. In diesen sortiert sich einiges, die sachliche Analyse beginnt. Für Zuschauer im Stadion würde "Paco" Reporterfragen direkt nach dem Spiel in Kauf nehmen.