FCE: Pleite zu Drews Heimdebüt

Fußball FC Erzgebirge Aue verliert mit 0:3 gegen Holstein Kiel

Calogero Rizzutto im Zweikampf. Foto: Alexander Gerber

Aue. Das hatte sich der neue Trainer der Lila-Weißen, Hannes Drews, ganz sicher anders vorgestellt. Sein Team blieb am Freitagabend weit hinter den Erwartungen und verlor 0:3 gegen Holstein Kiel. Der neue Veilchen-Cheftrainer hielt an der Erfolgself fest, die aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt hatte.

Dem ersten Tor von Alexander Mühling in der 15. Minute folgte noch in der ersten Hälfte das 0:2 für die Gäste durch Marvin Ducksch. Die viel gelobte Mentalität der Lila-Weißen fehlte in der ersten Halbzeit. Immer wieder kam Kiel gefährlich vor das Tor von Martin Männel.

Nach der Pause kämpfte Aue vehement, wollte die Niederlage verhindern. Es blieb bei der Kieler Dominanz. Die Veilchen-Offensive fand einfach keinen Weg durch die Abwehrreihen der Gäste. Holstein Kiel hingegen ließ nichts mehr anbrennen, machte in der 77. Minute den Sieg perfekt. Erneut war es Marvin Ducksch, der zum 0:3 traf.

Unschön war die Stimmung im Erzgebirgsstadion: Immer wieder Schweigen. Stimmungsboykott nannten Fans die Aktion, zu der sie im Vorfeld des Spiels aufgerufen hatten. Immer wieder versuchten kleinere Fangruppen, den Stimmungsboykott zu durchbrechen. Hin und wieder war der wütende Ruf einzelner Fans zu hören, die dazu aufforderten, in die dünnen Fangesänge einzustimmen.

Es darf bezweifelt werden, dass jeder, der für die Westtribüne eine Karte erworben hatte, die Hintergründe der Aktion kannte. Die Mannschaft allerdings bekam vom "Stimmungsboykott" nichts mit: "Ich habe das auf den Spielverlauf geschoben", sagte Kapitän Martin Männel nach dem Abpfiff. FCE-Geschäftsführer Michael Voigt nahm es gelassen: "Den Stimmungsboykott gab es ja schon gegen Nürnberg." Da allerdings fiel er nicht so sehr ins Gewicht, weil das Team die Anhängerschaft immer wieder jubeln ließ.