FCE-Präsident Roland Frötschner: "Keine Harakiri-Aktionen"

Roland Frötschner hofft auf gute Zuschauerzahlen und appelliert an Fans

Aue-Bad Schlema

Der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga ist auch für FCE-Präsident Roland Frötschner ein großer Wunsch.

Keine übereilten Entscheidungen: Präsident betont Bedacht bei Spielertransfers

Doch zu sehr unter Druck setzen lassen, möchte er sich nicht. "Mit uns wird es keine Harakiri-Aktionen geben", sagt er und meint damit die überstürzte Verpflichtung vermeintlicher Torgaranten. "Das kann auch nach hinten losgehen." Er vertraue dem Chefcoach. "Der Trainer sagt, wir haben eine ordentliche Mannschaft. Ob es noch punktuelle Verstärkungen gibt, überlassen wir allein der sportlichen Leitung", so der Präsident. Mit der Entwicklung des Vereins zeigt sich Frötschner sehr zufrieden. Schulden beispielsweise habe man abgebaut. "Es bleibt ein Ritt auf der Rasierklinge, wir sind weiterhin auf Hilfe angewiesen", formuliert er klar.

Positive Ausblicke für die Rückrunde: Ein Blick auf die Ausgangsposition

Und auch sportlich schaue er positiv in die Zukunft. "Wir haben für die Rückrunde eine recht gute Ausgangsposition." Dass Jens Härtels Debüt in Hannover schief gegangen ist, will der Vereinschef nicht überbewerten. "Dazu führten ja verschiedene Faktoren: Die vielen Ausfälle, die Platzverhältnisse, das Wetter." Er sei sehr dankbar, dass sich Härtel für den FC Erzgebirge Aue entschieden hat. "Er ist ein Trainer, der wohl bei vielen Ostvereinen ein Wunschkandidat ist." Matthias Heidrich habe alles darangesetzt, ihn ins Lößnitztal zu holen. "Aber solche Entscheidungen sind beim FCE keine Alleingänge. Das wird alles abgesprochen", sagt der Unternehmer.

"Wir leben von den Zuschauerzahlen"

Vergessen möchte Roland Frötschner am liebsten sofort die vielen Emotionen rund um die Entlassung von Cheftrainer Pavel Dotchev. "Da ging einiges unter die Gürtellinie." Doch das ist Schnee von gestern. Jetzt komme es darauf an, dass der Vereinsfrieden mit den Fans bestehen bleibt und diese zahlreich ins Stadion kommen. "Wir leben auch von den Zuschauerzahlen." Es wäre wünschenswert, dass der Zuschauerschnitt gehalten wird. "In der Rückrunde fehlen uns natürlich die Derbys." Zudem appelliert Frötschner an die Anhängerschaft. Sie sollte möglichst auf alles verzichten, was Strafzahlungen des DFB zur Folge hätte. Solche Zahlungen schmälerten unnötig das Budget.

 

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