Felsabgänge: Hier ist jetzt Geduld gefragt

Strasse Sperrung zwischen Zschopau und Scharfenstein

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Stop heißt es für Autofahrer an dieser Ampel zwischen Scharfenstein und Wilischthal. Die Fahrbahn an der Felsseite wurde gesperrt, nachdem Felsgestein abgegangen war. Foto: Sandra Häfner

Scharfenstein/Wilischthal. Mehr Fahrtzeit müssen Autofahrer auf der Straße von Zschopau nach Scharfenstein einplanen. Ampeln regeln den Verkehr, da die Fahrzeuge auf zwei Abschnitten nur auf jeweils einer Spur rollen können. So schnell wird sich daran auch nichts ändern. Das legen Auskünfte des Straßenbetreibers, des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr nahe.

Sanierung der Stützmauer geplant

Zum ersten Mal sehen Autofahrer von Zschopau nach Scharfenstein "Rot" kurz vor der Zschopau-Brücke in Wilischthal. Dort ist die Straße an der Böschungsseite gesperrt, nachdem Steine aus der Stützwand ausgebrochen waren, so das Amt. Es plant die Sanierung der Stützmauer, die über den Bereich der eigentlichen Schadstelle hinausgeht.

Wann die Arbeiten beginnen können, sei jedoch völlig unklar, so eine Sprecherin. Die Planung befinde sich in einem frühen Stadium. Der jetzt betroffene Bereich liege zudem außerhalb der Stellen der Böschung, die bereits vor einigen Jahren an der Straße saniert worden waren, so die Sprecherin.

Noch mehr gesperrte Stellen

Die nächste Lichtsignalanlage wartet zwischen Wilischthal und dem Ortseingang Scharfenstein auf Autofahrer. Hier ist die Fahrbahn an der Felsseite nach einem Böschungsrutsch gesperrt. Bei einer Kontrolle stellte die Straßenmeisterei fest, dass an dem Hang mehrere Felsstücke ausgebrochen waren. Wie an der ersten gesperrten Stelle wird auch hier noch nicht gearbeitet.

Derzeit werde ein Gutachten mit den nötigen Maßnahmen erarbeitet, heißt es aus der Landesbehörde. Verkehrsteilnehmer seien jedoch sicher vor Fels- und Gesteinsabwürfen, betont die Sprecherin auf Nachfrage. Durch die Sperrung des Fahrstreifens sei Sicherheit gewährleistet. Wie lange die halbseitige Sperrung dauert, ist auch hier unklar.

Geplant sei, das "akute Problem" bis Ende Mai provisorisch zu beheben, so das Amt. Dieser Zeitraum könne sich verlängern, sollte das Gutachten umfangreicheren Handlungsbedarf zeigen.