Festveranstaltung für Curt-Herbert Richter

Verein Heimatfreunde gedenken an den 120. Geburtstag des Liederdichters Curt-Herbert Richter

Bernsbach. 

Bernsbach. Am 11. November findet um 17 Uhr ihm zu Ehren des 120. Geburtstages des Zithervirtuosen und Liederkomponisten Curt-Herbert Richter in der Mehrzweckhalle Bernsbach eine Festveranstaltung statt. Sein Erbe pflegen heute die Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins Bernsbach. Heimatfreund Volker Beckmeier besitzt eine umfangreiche Sammlung zum Leben und Schaffen des Künstlers. Seine Lieder werden gesungen und gespielt vom Männerchor Bernsbach, den "Schwarzwasserperlen" und der Gruppe "Is Barggeschrei".

Eine musikalische Kindheit

Curt Herbert Richter erblickte am 6. November 1898 in Bärenstein das Licht der Welt. Im Alter von 8 Jahren bekam er den ersten Musikunterricht auf der Konzertzither, 1907 erhielt er Klarinetten- und Geigenunterricht und 1908 entlockte er dem Klavier die ersten Töne. Nach der Schulentlassung erlernte Curt er den Beruf eines Elektromechanikers. Sein musikalisches Debüt gab er im Herbst 1910 im Chemnitzer Vereinshaus zusammen mit seinem Vater, der Schwester Erna und dem Dichter und Sänger Otto Peuschel aus Crottendorf. Als Gage bekam er eine Tafel Schokolade.

Am 28. Oktober 1920 trat er das erste Mal im Gasthof "Zum Bären" in Niederschlag gemeinsam mit Anton Günther auf. Ab 1930 war er bei den Radiosendern in Leipzig, Dresden und Berlin ein gern gesehener Zithersolist. 1938 heiratet er Elfriede Wetzel aus Bernsbach und zog von Crottendorf nach Bernsbach und arbeitete er in der Metallwarenfabrik Schneider & Korb. Das Angebot, eine Betriebskapelle zu gründen, nahm er an. 1940 gründet er die "Heimatgruppe Bernsbach". 1946 bis 1947 wirkte er in 125 Veranstaltungen für den Aufbau Dresdens selbstlos als Zithersolist mit. Gemeinsam mit Helmut Stapff und anderen Erzgebirgsgruppen kam die beachtliche Summe von 100.000 Mark zusammen.

Mit seinem "Richter-Terzett" reiste er für die Deutsche Konzert- und Gastspieldirektion durch das Land. Überall wurden sie als Boten des Erzgebirges mit großem Beifall bedacht. Dank seiner beispielhaften und unübertroffenen Leistungen wurde er weit über die Grenzen Sachsens berühmt. Aus seiner eigenen Hand sind 70 Kompositionen - Konzertstücke und Lieder - überliefert. Curt-Herbert Richter starb am 3. Februar 1974.