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Feuerwehr rüstet Ordnungsamtsleiter von Zschopau für den Ruhestand aus

Abschied 28-jährige Arbeit von Wilfried Leibling findet bei Kameraden große Anerkennung

Gornau/Zschopau. 

Gornau/Zschopau.

Einen Einsatz der besonderen Art haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gornau hinter sich. Mit besonderer Ausrüstung waren sie ins Zschopauer Rathaus angerückt. Statt ihrer Löschausrüstung hatten sie einen selbst kreierten Liegestuhl dabei, denn es ging nicht um einen Brand, sondern um einen Abschied. Und zwar den von Wilfried Leibling, der als Leiter des Zschopauer Ordnungsamtes auch für die Feuerwehren in Zschopau, Krumhermersdorf und eben Gornau mit verantwortlich war. Für die gute Zusammenarbeit über fast 30 Jahre hinweg bedankten sich die Kameraden nun auf ihre Weise.

Ein ganz besonderer Tag

Während die Zschopauer einen Feuerkorb für Leibling hatten anfertigen lassen, sorgten die Gornauer beim scheidenden Beamten mit ihrem Liegestuhl für große Freude. Beide Präsente kann Wilfried Leibling, der von Kollegen und Vereinen noch viele weitere Geschenke erhielt, nun gut gebrauchen. Denn daheim in Seiffen hat er nun viel mehr Freizeit als bisher. "Zunächst sehnt man diesen Tag herbei. Aber je näher er kommt, desto mehr wird er zur Bedrohung", sagte der 64-Jähriger schmunzelnd über seinen Ruhestand. Er will sich nun erst einmal ein Hobby suchen, für das bisher keine Zeit blieb.

Viele Aufgaben erledigt

Zugleich betonte Leibling aber auch, dass er weiterhin für Hilfe zur Verfügung stehe. Schließlich hatte der gebürtige Thüringer seit 1993 viele Aufgaben zu erledigen, mit denen er sich voll identifizierte. "Als ich anfing, gehörten neben dem Ordnungsamt auch das Gewerbeamt, das Standesamt, das Meldeamt, die Liegenschaften und die Versicherungen zu meinem Aufgabenbereich", erzählt der Seiffener. Seit jeher ging es ihm aber auch um den Brandschutz. "Man erkennt schnell, welche Wertigkeit die Feuerwehr hat. 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereitzustehen, hat es in sich. Dabei vergessen ja viele, dass es ein Ehrenamt ist", sagt der 64-Jährige. Er habe daher mit Fördermittelsuche und Diskussionen in den Gremien stets alles versucht, um den Kameraden bestmögliche Bedingungen zu ermöglichen. Viele Fahrzeuge und andere wichtige Technik wurden dabei angeschafft. Jetzt revanchierten sich die Kameraden mit der Ausrüstung für den Ruhestand.