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Feuerwehr Stützengrün bekommt neues Depot

Beschluss Gemeinderat gibt grünes Licht für Millionen-Projekt

Stützengrün. 

Stützengrün. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Stützengrün atmet man auf. Der Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses zugestimmt. Bedenken wurden dennoch geäußert, denn der Neubau, der an der Auerbacher Straße in zentraler Lage entstehen und gemeinsam mit dem DRK genutzt werden soll, schlägt mit rund 2,34 Millionen Euro zu Buche. Kalkuliert hat man mit rund 1,5 Millionen.

Kosten werden immer mehr

Die explosionsartig gestiegenen Kosten sind ein Problem. "Hier ist die Landespolitik gefragt", sagt Roy Panzert, der seit Mai Gemeindewehrleiter in Stützengrün ist: "Wir bekommen eine Stellplatzförderung bei drei Fahrzeugen von 540.000 Euro." Den Rest muss die Gemeinde realisieren. In Stützengrün spricht man von einer Kreditaufnahme. Der Neubau ist dringend notwendig, denn die Bedingungen im jetzigen Depot an der Bergstraße, das seit 1996 als Übergangslösung besteht, sind nicht haltbar. Die Probleme sind vielschichtig, so Panzert: "Das beginnt mit fehlenden Parkplätzen. Die Spinte stehen an der Wand und zum Umziehen bleibt den Kameraden ein halber Meter Platz, denn die beiden Fahrzeuge, die wir aktuell haben, stehen gleich daneben."

Der Platz ist ausgereizt, sodass es schwierig ist, neue Kameraden aufzunehmen. Man hat 36 Einsatzkräfte und im Schnitt 30 Einsätze pro Jahr. Die 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind ausgliedert in einer alten Garage am Freibad. Im Dach des jetzigen Depots gibt es Stellen, wo Wasser eindringt. Ganzjährig herrscht eine Luftfeuchtigkeit von gut 90 Prozent. Bedeutet: man hat mit Schimmel zu kämpfen und die Kleidung der Kameraden ist immer feucht. "Wenn wir zu einem Brand gerufen werden und wir gehen schon mit feuchter Kleidung ins Haus, wirkt das wie ein Dampfgarer. Man sagt ein Liter Wasser macht 1700 Liter Wasserdampf", erklärt Panzert. Diese Zustände seien nicht tragbar.



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