Feuerwehren haben Nachwuchs-Sorgen

FFW Helfer haben Schwierigkeiten das Blaulichtfieber bei Kindern zu wecken

Zwei spannende Tage haben die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehren Bad Schlema und Schneeberg jetzt erlebt. Beim gemeinsamen Berufsfeuerwehrtag der beiden Wehren standen verschiedene Ausbildungen und Einsatzübungen auf dem Programm. Die Herausforderung war ein simulierter Brand mit unklarer Rauchentwicklung auf dem Gelände des Kinder- und Jugenderholungszentrums "Am Filzteich" in Schneeberg. Im Haus waren vier Personen vermisst. Die Jugendwehren hatten deren Rettung und die Brandbekämpfung zu realisieren. Ins Geschehen eingebunden waren 25 Kinder. Marcel Hüncher hatte die Einsatzleitung: "Die Schwierigkeit bestand besonders für die Jüngeren darin, sich im verqualmten Raum zurechtzufinden ohne sich orientieren zu können." Als Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schlema weiß der 29-jährige genau, wie schwierig es ist, Kinder für das Blaulichtfieber zu begeistern. In Bad Schlema hat man derzeit 15 junge Leute im Alter zwischen 8 und 17 Jahren, darunter 3 Mädchen. "Leider liegt das Eintrittsalter bei den Jugendfeuerwehren in Sachsen bei 8 Jahren. Das ist ein Nachteil, weil bei anderen Vereinen eine Mitgliedschaft schon früher möglich ist und die Kinder ihre Freizeit verplanen." Auch sei es eine Herausforderung, denn nicht jeder kann am Strahlrohr stehen: "Es gibt auch andere Aufgaben, die erledigt werden müssen." In Schneeberg bündelt man die Kinder aus den drei Ortswehren Schneeberg, Neustädtel und Griesbach und zählt zusammen 21 Mitglieder, darunter 4 Mädchen. Dominik Romainczyk von der Freiwilligen Feuerwehr Schneeberg sagt: "Momentan können wir zufrieden sein. Wir haben einen gut gestaffelten Altersschnitt. Allerdings gibt es im Alter zwischen 11 und 15 Jahren eine Lücke." Der 23-jährige Mechatroniker ist selbst von Kindesbeinen an bei der Feuerwehr. Informationen zu den beiden Jugendfeuerwehren gibt es im Internet: www.feuerwehr-badschlema.de und www.ffwschneeberg.de.