Feuerwerk, Fassbier und Polizeieinsatz: In Annaberg war ordentlich was los!

Fest Hunderttausende Besucher bei Annaberger Kät am Samstag

Der krönende Abschluss am Samstagabend: ein prächtiges Feuerwerk. Foto: André März  Foto: André März

Annaberg-Buchholz. Am gestrigen Samstagabend fand der alljährliche Abschluss der Annaberger Kät statt. Wie jedes Jahr, verzauberte ein riesiges und atemberaubendes Feuerwerk hunderte Zuschauer. Auf beliebten Aussichtspunkten wie in Buchholz Himmlisch Herr, die Schutthalde oder die Dörfler Höhe und in Frohnau auf dem Schreckenberg ermöglichten einen tollen Blick auf das Feuerwerk. Wer schnell genug war, konnte sich die beliebtesten Plätze reservieren. Einige Feuerwerkbegeisterte brachten gleich mit einem Pick - Up eine komplette Bierzeltgarnitur - inklusive Fassbier - mit und machten es sich gemütlich.

In zwei Jahren gibt es einen runden Geburtstag zu feiern!

Von den heftigen Schauern und Gewittern war am Abend nichts mehr zu sehen. Der Abend verlief trocken und mit 20 Grad, angenehm mild. Wie jedes Jahr strömten auch dieses Jahr wieder hunderttausende Besucher in die Bergstadt, zum größten Volksfest im Erzgebirge. Noch am Sonntag hat die Kät von 13 bis 21 Uhr geöffnet. Danach müssen Fans wieder ein Jahr warten. In zwei Jahren feiert die Kät dann ihren 500 Geburtstag.

Polizeieinsatz nach Mitternacht

Doch es gibt nicht nur Positives vom Volksfest zu berichten. Für einige Besucher endete der Samstagabend mit einem Ermittlungsverfahren.

Das war geschehen: Eine Gruppe von etwa 25 bis 30 Personen befand sich gegen 1.20 Uhr am Ausgangsbereich, als Beamte der Bereitschaftspolizei vorbeifuhren. Daraufhin löste sich ein 26-Jähriger aus der Gruppe und beleidigte die Beamten mit Gesten und lauten Worten. Die Polizisten stoppten und wollten die Identität des Mannes feststellen, aber der Mann kam der Aufforderung, zum Polizeifahrzeug zu folgen, nicht nach. Er schlug und trat nach den Beamten, als sie ihn hinbringen wollten.

Daraufhin versammelten sich die restlichen Mitglieder Personengruppe um das Einsatzfahrzeug, schlugen dagegen und versuchten, die Türen zu öffnen. Sie ließen erst vom Wagen ab, als die Polizisten anfuhren. Die Beschädigungen am Lack, einem Rücklicht und der Schiebetür des Fahrzeugs werden momentan noch festgestellt und beziffert.

Gruppenmitlieder folgten aufs Revier!

Der 26-jährige Mann wurde auch nach der Erhebung seiner Personalien nicht ruhiger und verhielt sich aggressiv. Deshalb wurde er in Gewahrsam genommen und aufs Revier gebracht. Dort erschien dann auch ein Teil der Gruppierung; trotz mehrfacher Aufforderung wollten sie das Polizeirevier nicht verlassen.

Daraufhin wurden 12 weitere Identitäten festgestellt und aufgenommen. Dabei handelt es sich um Frauen und Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren. Allen Personen wurden Platzverweise ausgesprochen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Verdacht auf Landfriedensbruch, versuchter Gefangenebefreiung und Sachbeschädigung sowie Beleidigung und Widerstand gegen Vollsrteckungsbeamte.