Firma fördert den Nachwuchs

Beruf Es gibt immer noch mehr Ausbildungsstellen als Bewerber

Den eigenen Nachwuchs ausbilden, das ist für viele Betriebe einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Firmen spüren, dass es immer schwieriger wird, die passenden Auszubildenden zu finden. Davon kann auch die Ehrenfriedersdorfer Firma ELEBA Elektro- Haustechnik GmbH ein Lied singen. Da das regionale Unternehmen vor Ort keine Bewerber fand, ging es neue Wege. Dazu sagte ELEBA-Geschäftsführer Siegmund Mehner bei einer Pressekonferenz der Arbeitsagentur: "Von Anfang an hat Lehrlingsausbildung bei uns einen hohen Stellenwert. Wir bilden aus, um den Personalbestand zu sichern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Jeder Auszubildende (Azubi) hat zudem eine Chance übernommen zu werden." Die ELEBA sucht Azubis für den Beruf Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik. Dafür tut das Unternehmen so einiges und ist unter anderem seit vielen Jahren bei der Woche der offenen Unternehmen, den Ausbildungsmessen und in den Schulen vor Ort. Für das hervorragende Engagement in der Ausbildung verlieh die Bundesagentur für Arbeit der ELEBA das Zertifikat für Nachwuchsförderung 2014/15. Die Probleme in punkto Ausbildung bestätigt auch die aktuelle Ausbildungsmarktbilanz der Annaberger Arbeitsagentur: Die Betrieblichen Ausbildungsangebote sind um 1,2 Prozent angestiegen. Die Bewerberzahlen hingegen liegen mit minus 1,8 Prozent unter dem Vorjahr. Derzeit gibt es 17 unversorgte Bewerber bei 196 unbesetzten Ausbildungsstellen. "Der Wettbewerb der Unternehmen um die besten Bewerber hat weiter zugenommen. Dabei sind die Ansprüche an künftige Azubi nach wie vor hoch. Firmen wünschen gute Noten in verschiedenen Fächern, fordern aber auch soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Teamgeist und Engagement. Gemeinsam müssen wir deshalb herausfinden, wo die Stärken liegen, diese fördern und die Jugendlichen auf ihrem Weg unterstützen", betont Agenturchef Siegfried Bäumler. ru/pm