Fließende Übungen mobilisieren Geist und Körper

Training Sensei Karsten Windisch setzt mit Blick auf körperliche Fitness auf eine spezielle Trainingsform

Aue/Lößnitz. 

Aue/Lößnitz. Mit einfachem Fußkreisen geht es los. Nach den Aufwärmübungen für das Genick geht es zu komplexeren Einheiten über. Den Kreislauf bringen sie in Wallung. So soll es sein, sagt Karsten Windisch. Bei seinem Gesundheitstraining, das er alle zwei Wochen in Aue abhält, gilt vor allem: In der Ruhe liegt die Kraft. Der Lößnitzer, der einen Bürojob hat, nutzt die Langsamkeit der Bewegung, um seine Gelenke fit zu halten. "Der perfekte Ausgleich für alle, die auf Arbeit viel sitzen oder Stress haben. Hektik ist bei unseren Übungen fehl am Platz", sagt der 55-Jährige, der früher schlimme Probleme mit der Hüfte hatte. "Damit es nicht schlechter wird, entwickelte ich diese Übungen", sagt Windisch. Mit Erfolg.

Er ist Sensei - also Lehrer - unter anderem für Karate. Aus dieser asiatischen Kampfkunst, die er im Karateverein Tsunami Aue/Lößnitz unterrichtet, hat er ein Gesundheitstraining entwickelt, das mobilisiert und gelenkig macht. Auch Techniken von Qigong fließen ein. Und diese chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform fördere Geist und Körper gleichermaßen. "Das kann im Prinzip jeder mitmachen." Jan Gläser schwört auf das Training. "Es entspannt enorm", sagt er und wartet auf das nächste Kommando des Sensei, der es auf Tiefenmuskulatur und -atmung abgesehen hat. "Es entsteht ein besseres Gefühl für den eigenen Körper. Auch mental tut diese knappe Stunde allen sehr gut", weiß Windisch, der gern auch neue Gesichter in der Runde begrüßen würde. Viel braucht an Vorbereitung nicht. Schuhe sind keine nötig, das Training barfuß erfolgt. "Jogginghose und T-Shirt, dazu gute Laune", umreißt Windisch die Anforderungen. Den Verein, der sich asiatischer Kampfkunst verschreibt, leitet er seit 25 Jahren. Kontakt: 03771 35772.