Flutung seit 1970: Grubenwasser erreicht in 13 Jahren die Oberfläche

Bergbau Flutung in Oelsnitz geht über 60 Jahre

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Oelsnitz. Das Grubenwasser im ehemaligen Oelsnitz-Lugauer Steinkohlerevier könnte zum Problem werden - 1970 hat die Flutung begonnen und aktuell geht man davon aus, dass in den Jahren 2030 bis 2032 der Spiegel die Oberfläche erreicht haben wird, wie Dr. Ing. Michael Eckart von der Deutschen Montantechnologie (DMT) erklärt. Ergänzend sagt er: "Es ist die langsamste Flutung, die wir überhaupt kennen mit einer Flutungszeit von ungefähr 60 Jahren."

Höhenveränderungen sind zu erwarten und sind stellenweise bereits heute nachweisbar. "Die Hebung hat bereits eingesetzt. An einigen Stellen sind wir schon im Bereich von zehn Zentimetern. Das wird sich verstärken oder vergleichmäßigen in den nächsten Jahren", sagt Eckart, der an dieser Stelle von einem offenen Thema spricht. Er hat ein halbes Jahr an einer Studie gearbeitet - einer Recherche von vorhandenen Dingen, die zusammengefasst worden sind.

"Das heißt aber nicht, dass wir erst seit einem halben Jahr am Thema dran sind. Wir haben hier und da in den letzten zehn Jahren mitgearbeitet", so Eckart. Inhalt der Studie sei es alles in einen Maßnahmenplan zusammenzufassen. In den kommenden Jahren müsse man Dinge planmäßig abarbeiten und nicht sporadisch und unorganisiert hier und da etwas realisieren. Es müssten unter anderem Halden und Vorfluter saniert werden. Vom Betrachtungspunkt her liegt der Schwerpunkt in Oelsnitz, aber auch auf Lugau und Gersdorf.