Folgen der Vogelgrippe: Erst zu Ostern gibt es wieder Freiland-Eier

Wirtschaft Aufgrund des Auslaufverbotes gab es Engpässe in der Versorgung

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Geschäftsführer Frank Schubert kontrolliert stichprobenartig einen Teil der Eier. Foto: Georg Dostmann

Neukirchen. Durch die Vogelgrippe konnte die Eifrisch Vertriebsgesellschaft seit Anfang Februar keine Freilandhaltungseier mehr verkaufen. Erst vor wenigen Tagen konnten diese erst wieder angeboten werden. "Wir mussten zum Glück noch keine Mitarbeiter entlassen, diese haben lediglich Überstunden abgesetzt", sagt Jutta Schmidt, die den Betrieb seit 1998 führt. Dennoch bleibt die Angst, dass die Vogelgrippe auch bei ihnen ausbricht. "Es könnte das Ende für unseren Betrieb bedeuten", ergänzt Frank Schubert. Der 58-Jährige steht seit 2015 ebenfalls als Geschäftsführer an der Seite der Chemnitzerin.

Aufwendige Hygienevorschriften in den Betrieben

Als Vorsichtsmaßnahmen müssen die Mitarbeiter der Legehennen- und Aufzuchtbereiche vor und nach der Arbeit ihre Kleidung wechseln, sich duschen sowie durch Seuchenmatten gehen und sich ihre Arbeitsschuhe desinfizieren. Die Ställe sind rund um die Uhr verschlossen und der Verkehr in den Farmen auf ein Minimum reduziert. "Die Gefahr ist enorm, diese Angst nehme ich nach der Arbeit auch mit nach Hause", gesteht der Neukirchener.

Eine Million Hühner in Neukirchen

Die Firma Eifrisch wurde zwischen Weihnachten und Neujahr 1991 als letzter großer Legebetrieb Ostdeutschlands an ein mittelständisches Unternehmen aus Niedersachsen verkauft. Am ersten Februar 1992 wurde die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Der Betrieb hält etwa eine Million Hühner, seit 2007 ausschließlich in Bodenhaltung. Ab August soll eine Waschmaschine für Höcker sowie eine Eiersortiermaschine angeschafft werden.

Jährlich produziert die Firma etwa 300 Millionen Eier und kauft 150 Millionen dazu. Diese sind in zahlreichen Supermärkten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern erhältlich. In dem Betrieb arbeiten über 150 Mitarbeiter sowie sieben Auszubildende.

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