Formen der Volkskunst ändern sich

Sonderschau Perla Castrum zeigt in Schwarzenberg Traditionelles und Abstraktes

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Pyramiden, Engel und Bergmann, Schwibbogen, Räuchermänner und Nussknacker - in der Advents- und Weihnachtszeit dürfen sie in keiner erzgebirgischen Stube fehlen. Doch wie haben sich die Weihnachtssymbole in den vergangenen Jahren entwickelt? Wie werden sie durch die Hersteller erzgebirgischer Volkskunst neu interpretiert? Die aktuelle Sonderschau auf Schloss Schwarzenberg gibt Antworten darauf. Denn sie zeigt alle Preisträger, die der erzgebirgische Volkskunst und Spielzeugherstellerverband in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat. Darunter befinden sich ganz klassische Engel und Bergmannsfiguren, aber auch sehr modernes oder sogar abstraktes.

Vom Detailreichtum bis hin zur Abstraktion

"Gerade Schwibbogen werden zum Teil immer abstrakter", sagt Museumsmitarbeiterin Anette Barth und kann auf ein konkretes Beispiel verweisen. Lediglich der Bogen ist dort noch zu erkennen, die bildliche Darstellung fehlt völlig. Auch sind die Kerzen Teil der hölzernen Kunst, die an den Seiten durch LED-Streifen versehen sind. Auffällig findet Anette Barth, dass es im Bereich der Räuchermänner kaum Abstraktionen gibt. Vielmehr wird in diesem Bereich Wert auf feine oft detailreiche Formen Wert gelegt. Zu den wohl bekanntesten modernen Weihnachtsfiguren gehören die Weihnachtsmänner von Björn Köhler. Seine Figuren sind reduziert aufs Wesentliche und tragen Sonnenbrillen. Es gibt sie als Orchester oder auch als Winterfiguren. Die in der Sonderschau gezeigten Figuren lassen die Herzen von Volkskunstsammlern höher schlagen. Die Schau ist bis zum 19. Januar zu sehen. Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.