Forstnachwuchs lernt praxisnah

Waldwirtschaft Software gibt sofort ein Feedback

Bei der Ausbildung von forstlichen Nachwuchskräften beschreitet man neue Wege. Es geht um Waldbau und Waldwirtschaft. "Früher hat man auf Erfahrungswerte zurückgegriffen und aus dem Gefühl heraus entschieden. Man wusste in etwa, wie der Wald wächst und was man in etwa entnimmt", erklärt Stephan Schusser, Forstbezirksleiter vom Forstbezirk Eibenstock. Heute habe man im Wald bessere Bedingungen, wo Gehölze gut wachsen. Zudem habe man intensiv durchforstet. Heißt, man hat einen guten Pflegezustand des Waldes und großen Holzzuwachs. "Wir wundern uns oftmals selbst, wie viel Holz wir entnehmen können", sagt Schusser. Den Holzeinschlag müsse man steigern, um am Ball zu bleiben. Was beim Forstnachwuchs auf dem Stundenplan steht, sind solche Fragen: Wie entnimmt man die richtige Menge an Holz und welche Bäume entnimmt man? Man müsse sich reindenken können, wie der Wald in 5, 10 oder 15 Jahren aussieht mit den Entscheidungen, die heute getroffen werden. Das erfordere dynamisches Denken und das versuche man praxisnah zu vermitteln, so Schusser. Im Forstbezirk Eibenstock hat man Testflächen angelegt, wo sich der Forstnachwuchs austesten kann. Der Bestand dort ist komplett erfasst und in einer Software hinterlegt. Man geht also mit einem Notebook in den Wald. Forstreferendar Martin Schubert, der die Software entwickelt hat, erklärt dazu: "Man bekommt vor Ort sofort ein Feedback, welche Auswirkung die Entscheidungen auf den Bestand haben." Martin Börner studiert im Bereich Forstwirtschaft: "Man hat sofort eine Kontrolle und kann anhand der Computerdaten diskutieren, was eine gute Sache ist."