Francesco Friedrich steuert zweimal auf Silber

Sport 6. IBSF Bob Weltcup im Eiskanal

Foto: Thomas Fritzsch

Altenberg. Es ging spannend zu wie noch nie am Sonntagnachmittag beim 6. IBSF Bob Weltcup im Eiskanal am Kohlgrund bei der Viererbob-Entscheidung. An der drittletzten Station vor den Olympischen Winterspielen in PyeongChang steuerte Francesco Friedrich (Foto re.) aus Pirna, der am Vortag im Zweier Silber holte, auch diesmal Silber an.

Kleine Fehler und der Einfluss des Wetters

Nach einem vierten Platz im ersten Lauf fuhr mit seinen Anschiebern Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis noch zwei Ränge vor. "Wir hatten im ersten Lauf die zweitbeste Startzeit, aber hier und da ein paar kleine Fehler - dann gibt die Bahn bei dem Wetter etwas nach. Das sind Faktoren, die reingespielt haben. Im zweiten Lauf haben wir es besser gemacht. Heute waren viele Bobfans hier, darüber freuen wir uns sehr", sagte Anschieber Candy Bauer aus Niederlauterstein, der überglücklich kurz vor der Siegerehrung Söhnchen Hugo auf dem Arm hielt.

Frauenteam räumte kompletten Medaillensatz ab

Der IBSF Bob- & Skeleton Weltcup in Altenberg endete Sonntagnachmittag mit einem deutschen Sieg des Bobteams um Nico Walther. Der Dresdner war tags zuvor zwar als Dritter im Eiskanal durchs Ziel gefahren, wurde aber zwei Stunden später disqualifiziert aufgrund eines nicht regelkonformen Zweierbobs.

Der Freitag stand im Zeichen der Skeletonis. Dabei ging in der Damenkonkurrenz ein kompletter Medaillensatz an die deutschen Frauen. Gold holte die derzeit Weitcup-Führende und Vorjahres-Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), vor Vizeweltmeisterin Tina Hermann (WSV Königssee) und Anna Fernstädt (RC Berchtesgaden).

Bei den Herren sicherte sich Christopher Grotheer Bronze. Lokalmatador Axel Jungk musste sich nach einem Fahrfehler im Omega und einem Rückstand von anderthalb Sekunden im ersten Lauf am Ende mit Rang 8 begnügen. Mit der drittbesten Zeit im letzten Lauf hatte sich der Hohndorfer zumindest um vier Plätze verbessert.

Etwa 1000 Fans unterstützten Axel Jungk

Nach dem Wettkampf sagte der Skeleton-Pilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg: "Es gab schon im Training Probleme, ich kam einfach nicht zurecht. Altenberg ist eigentlich meine Lieblingsbahn, meine Heimbahn. Ich weiß, dass die Fans kommen. Da will man was bieten. Und da habe ich mir vielleicht einfach zu viel Druck gemacht."

Rund 100 Fans aus Hohndorf in zwei Reisebussen waren Freitagmorgen angereist, um ihren Axel Jungk zu unterstützen: "Axel hatte eine Menge Pech. Glücklicherweise blieb er trotz seines Beinahe-Sturzes auf dem Schlitten. Er hat den Schlitten runter gebracht und ist zu Ende gefahren", so Fan Uwe Richter.