Frank Steinert sammelt ehrenamtlich Müll

Engagement Private Initiative für Naturschutz in Wernsdorf

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Frank Steinert sammelt ehrenamtlich Müll entlang der Zugangsstraßen zu seinem Heimatort Wernsdorf. Foto: Jan Görner

Wernsdorf . Wenn der Schnee geschmolzen ist, schnappt sich Frank Steinert einen Eimer und Plastiktüten und grast damit die Ränder der Zufahrtsstraßen zu einem Heimatort Wernsdorf nach Müll ab.

Was andere achtlos während der Fahrt aus dem Autofenster feuern, hebt er wieder auf. "Ich wandere gern und konnte den Anblick unterwegs nicht mehr ertragen", sagte der 48-Jährige. Daher ergreift er seit drei Jahren diese Form der Eigeninitiative. Die Menge, die in den Straßengräben liegt, steige dabei ständig an. Vor allem Flaschen, Zigarettenschachteln und Verpackungen wandern in seine Behältnisse. Den Müll entsorgt er auf eigene Kosten.

Müllsammeln für die Fitness?

Allein am vergangenen Wochenende kamen wieder mehrere Beutel und Eimer zusammen. Das Geld für die gesammelten Pfandflaschen streicht er nicht selber ein, "Ich stelle das Leergut mitunter in den Bierkasten der Freizeitfußballer", erklärte Frank Steinert. Den Erlös aus der Samstagsaktion will er in den Kindergarten bringen.

Für den Müllsammler bringen seine Einsätze doppelten Lohn. Auf der einen Seite sind die Zufahrtsstraßen danach wieder sauber. Auf der anderen Seite bleibt er so in Bewegung und das an der frischen Luft. Schließlich ist allein die Strecke von Wernsdorf bis zur Blauen Taube an der B101 zweimal drei Kilometer lang. Die Strecke schafft er in reichlich einer Stunde.