Frau Holle muss viel arbeiten

Saison Zschorlauer Skifahrer hoffen auf Schnee

Die Ehrenamtlichen der Abteilung Ski des ESV Zschorlau stehen in den Startlöchern. Jetzt ist es an Frau Holle, genügend Schnee auf die Erde zu schicken, dass man in Zschorlau die Ski und Schlitten auspacken kann. Da der Verein keine Schnee-Kanonen im Einsatz hat, ist man auf die Natur angewiesen: entweder es schneit oder die Wintersportler bekommen lange Gesichter. Als Abfahrt dient in Zschorlau der 180 Meter lange Sprunghang des ehemaligen Schanzen-Areals. Der Hang ist einer der steilsten in der Region. Nebenan nutzt man zusätzlich eine Wiese als Abfahrtshang. Abteilungsleiter Wolfgang Tröger erklärt: "Mit dem Pisten-Bully anrichten kann man die Strecke allerdings erst dann, wenn 20 Zentimeter Schnee liegen." Der Pisten-Bully aus dem Jahr 1968 ist alt und man ist froh, dass er seinen Dienst noch tut. Am Hang betreibt der Zschorlauer Verein einen Skilift. Dort hat man 25 Gehänge ausgetauscht. "Die alten stammten noch von 1980. Da hatten wir täglich Ausfälle", erklärt Vereinsmitglied Wolfram Blechschmidt. Die "Neuen" sind Gebrauchte, die mit Trommelbremse ausgestattet sind. Ein Geruckel gibt es nicht mehr. Worüber der Verein froh ist: der Weg zum Skilift konnte im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung mit Unterstützung der Gemeinde Zschorlau in diesem Jahr neu angerichtet werden. Vier Monate Bauzeit und Kosten von insgesamt 150.000 Euro.