Frau Meyers erster Roman

Volkskunst Mit Erzählungen in Mundart fing es an

Zwönitz/Bernsbach. Dagmar Meyer aus Bernsbach gehört zu den regelmäßigen Teilnehmern des Volkskunsttages in Zwönitz. Doch diesmal überraschte die Bernsbacherin, die am 7. November ihren 81. Geburtstag feiert, statt ihrer Mundartgeschichten mit einem Roman. "Schreiben war schon immer meine Leidenschaft", meinte die geborene Dagmar Süß aus Grünhain. Nach der Volksschule begann sie eine Herrenschneiderlehre, heiratet 1950 ihren Rolf. Bis 1990 war sie im damaligen Blechformwerk in Bernsbach in der Finanzbuchhaltung tätig. Zwei Söhne, vier Enkel und sechs Urenkel animierten sie geradezu zum Vorlesen. Doch dabei sollte es nicht bleiben. "Für meinen kleinen Bruder habe ich bereits kleine Geschichten geschrieben, das hat mich dazu angeregt, die vielen kleinen Zettel, die sich im Laufe der Jahre angehäuft hatten, in einem Buch zusammenzufassen. 1992 erschien ihr erstes Mundartbüchlein unter dem Titel: "Is wos Fritzl?" Eine Hommage an meinen Vater. Geschichten, die meine Großmutter ihrem Sohn schon 1914 erzählte und weitergegeben wurden.

"Wo Wege enden", titelt ihr Roman. Darin beschreibt die Autorin Lebensläufe. Die Handlung gliedert sich in zwei große Erzählungen in Erinnerung an ihre Mutter und an das eigene Erleben nach deren Tode vor dem Panorama ihrer geliebten erzgebirgischen Heimat. Lesen und Verstehen - ein Lernprozess, der Gedächtnis und Erinnerungsvermögen kräftigt und die Fantasie beflügelt. So leitet Dagmar Meyer noch heute einmal monatlich den Lesezirkel im Alters-Wohnsitz "Gut Förstel" in Langenberg. al