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Chemnitz

Freiwillig mit dem Herzen dabei beim FSJ

Sozial FSJ - ein Jahr, um Chancen für die Zukunft zu erkennen

Annaberg-Buchholz. 

Annaberg-Buchholz. In der Politik wird mal wieder diskutiert. Diesmal geht es um die Freiwilligendienste. Doch heißt freiwillig nicht eigentlich freiwillig und sollte auch freiwillig sein? Angelika Wenz ist Geschäftsführerin des Vereines "Freiwillig im Erzgebirge e.V.". Seit über 20 Jahren bieten sie und ihr Team in Zusammenarbeit mit den verschiedensten Einrichtungen mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in der Trägerschaft des Vereines "Freiwillig im Erzgebirge" eine Alternative für junge Leute, um nach der Schule praktische Erfahrungen zu sammeln und etwas zu lernen.

Für die Zschopauerin steht fest: "Man kann nicht sagen, alle müssen Freiwilligendienste leisten. Wenn jemandem etwas übergestülpt wird, dann ist das auch für die Einrichtungen schwierig, denn hier sollte man mit dem Herzen dabei sein. Unsere Erfahrung zeigt, dass junge Menschen, die sich freiwillig für ein FSJ entscheiden, meist gestärkt daraus hervorgehen. Denn es ist keine verlorene, sondern eine sehr sinnvolle Zeit."

Aus einer Notlösung wird oft eine bereichernde Erfahrung

Das Einsatzspektrum ist riesig und reicht vom Sozialen über Kultur, Sport und Politik bis zu ökologischen Diensten. Vor allem die Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen freuen sich über FSJler - solche wie Clara. Sie wollte nach dem Abi Medizin studieren, doch das hat nicht geklappt. Zur Überbrückung wählte sie ein FSJ in der Großrückerswalder Kindertagesstätte Kunterbuntes Spatzennest.

Ihr Fazit: "Was anfangs nur eine Notlösung war, hat sich für mich zu einer bereichernden Erfahrung entwickelt, die sich gelohnt hat. Ich konnte in diesem Jahr Unsicherheiten abbauen, neue Beziehungen aufbauen, selbständiger werden, viel über den Umgang mit Kindern lernen und sie ins Herz schließen. Es sollte wohl so sein und es war richtig, dass mich das vergangene Jahr in dieser Weise bereichert hat und ich im Gegenzug andere durch meine Arbeit bereichern konnte."

Angelika Wenz: "Wir möchten junge Leute bestärken, im Bereich der Betreuung und Pflege über das FSJ ihren Weg zu finden und hoffen auf viele neue Teilnehmer."



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