Freiwillig statt Zwangsabgabe

Tourismus-Projekt Breitenbrunner Modell soll greifen

Eine freiwillige Tourismusabgabe statt Kurtaxe, das sieht "Das Breitenbrunner Modell" vor, das jetzt vom Verein Ferienland Westerzgebirge vorgestellt wurde. Über einen Tourismuspool, so die Vorstellungen, soll das Ganze realisiert werden. "Eine Kurtaxe wollen wir nicht", sagt Sven Röber vom Vorstand. Diese Abgabe könne man Touristen schwer vermitteln. Deshalb habe man sich über eine freiwillige Abgabe verständigt, die nach Möglichkeit von allen, am Tourismus beteiligten und profitierenden Unternehmen, geleistet wird. "Die Mittel fließen in den Pool, nicht in die Kommune. So entscheidet auch der Pool, was mit dem Geld passiert", so Röber. Mitglieder erhalten für ihre Gäste zudem eine Gästekarte mit geldwerten Vorteilen vor Ort. Breitenbrunns Bürgermeister Ralf Fischer: "Ich bin optimistisch, dass wir einen solchen Pool hinbekommen. Der Vorteil ist, dass an dieser Stelle noch keine eingeschliffenen Strukturen existieren und wir gemeinsam etwas gestalten können. Wir sollten die Gunst der Stunde nutzen." Veronika Hiebl, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge sieht das "Breitenbrunner Modell" als eine tolle Geschichte und sagt die Unterstützung des Verbandes zu: "Die Freiwilligkeit ist ein ganz spannendes Thema. Damit ist Breitenbrunn Vorreiter im Erzgebirge." Der Startschuss fürs Projekt soll per 1. Januar 2013 fallen. Rainer Wesely beschreibt 2013 als Übergangsjahr in dem man Rechtssicherheit erlangen und eine Strategie entwickeln will. Der Geschäftsführer des Ferienlands Westerzgebirge räumt aber auch ein, dass dieses Projekt durchaus scheitern kann.