Freizeit- und Breitensport fördern

Radwegenetz Förderverein will Infrastruktur mit Leben füllen

Aue. D. 

as Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit - da ist die Region Westerzgebirge keine Ausnahme. In den letzten Monaten wurde unter diesem Gesichtspunkt einiges angekurbelt und umgesetzt.

Ein Beispiel ist der Mulderadweg zwischen Aue und Wolfsgrün, der perspektivisch bis ins Vogtland verlängert werden soll. Außerdem realisiert man mit der Karlsroute bis Ende des Jahres die Anbindung an den Egerradweg in Tschechien. Ist die Infrastruktur geschaffen, heißt es diese mit Leben zu erfüllen. An der Stelle will der neu gegründete Verein zur Förderung der Freude am Radfahren im Erzgebirge und Vogtland einen wesentlichen Beitrag leisten. Der Vereinsvorsitzende Eberhard Jüngel sagt: "Das Radwegenetz soll durch Initiativen und Projekte unterstützt und ausgebaut werden. Wir wollen den Freizeit- und Breitensport fördern. Das beginnt bei der Verbesserung der Radweg-Infrastruktur, geht über Sitzgruppen und Informationstafeln bis hin Sportveranstaltungen für jedermann."

Man wolle außerdem zum Radfahren an sich und zur Technik informieren. Der 66-Jährige fährt selbst leidenschaftlich gern Rad und will in der Region etwas bewegen: "Wir wollen in fünf Jahren sagen können, es hat sich gelohnt, den Verein zu gründen."

Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab, Vorsitzender des Zweckverbandes Muldentalradweg: "Ziel ist es, eine Radler-Kultur zu entwickeln. Man wird nicht zu einer Radregion, indem man Radwege baut. Man muss das Ganze leben. Das kann allerdings ein Zweckverband nicht leisten. Das können die Menschen nur selbst." Der Förderverein sei ein guter Ansatz.