Freud und Leid liegen dicht beieinander

Motorsport Endurofahrer Marco Neubert zieht Saison-Bilanz

Nach seinem ersten Sieg überhaupt in der Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) bei der vorletzten Station in Zschopau war Endurofahrer Marco Neubert (Honda) motiviert bis in die Haarspitzen, um bei den Finals in Europameisterschaft (EM) und DEM in Woltersdorf einen entscheidenden Sprung nach vorn zu tun. "Sieben Jahre fahre ich nun schon in der A-Lizenz und war in dieser Zeit sehr oft nah an einem Sieg dran", erinnert sich der Meisterschaftsfahrer (E2). Bereits beim 3. Lauf in Dahlen lag der Sieg für den 28-Jährigen zum Greifen nah. Doch mit einem technischen Defekt an der Maschine in der letzten Prüfung in Führung liegend kam das Aus. Ungeachtet dessen war die Ausgangsposition für Marco Neubert vom MC Zwönitz, der durch Enduro Fleischer in Gelenau betreut wird, beim DEM-Finale drei Wochen nach seinem Triumph daheim, aussichtsreich. Nach dem ersten Fahrttag stand für Neubert in der Tageswertung hinter Davide von Zitzewitz Platz 2 zu Buche. Zwar ging am Folgetag auch Konkurrent Andreas Beier aus Krumhermersdorf (Husqvarna) am 28-Jährigen vorbei. Nichtsdestotrotz egalisierte Neubert drei Punkte Rückstand in der Meisterschaft auf Nick Emmrich aus Borstendorf (Husqvarna), münzte den Rückstand in der Schlusswertung auf 3 Punkte Vorsprung um, was am Ende Platz 3 bedeutet. Auch auf Europameisterschaftsebene bewegt sich der Affalterer erfolgreich. So konnte er in der vergangenen Saison beim Auftakt in Italien gleich zwei zweite Plätze (Senioren E2) belegen, stand später in Finnland mit Platz 3 auf dem Podest. Das Finale in Woltersdorf lief dagegen durchwachsen. "Ich hatte bereits über 20 Sekunden Rückstand nach dem Prolog, die ich aber nahezu wettgemacht habe. Mit Platz 6 und 7 an beiden Tagen bin ich jedoch natürlich nicht zufrieden", so Marco Neubert, der damit in der Gesamtwertung einen Rang zurück auf Platz 4 fällt.