Freude über Gäste-Zuwachs

Tourismus Radwegenetz weiter ausgebaut

Tourismus ist eine Aufgabe, die Unternehmen, Kommunen und Tourismusverband gemeinsam realisieren müssen, davon ist Veronika Hiebl, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge (TVE) überzeugt. Wichtig seien Kooperationen auf allen Ebenen. Im Erzgebirge nehme man touristisch eine gute Entwicklung: "Sachsen liegt bis Mitte des Jahren im Bundesdurchschnitt auf dem letzten Platz, was die Steigerung von Übernachtungszahlen angeht. Das Erzgebirge liegt mit 2,2 Prozent weit über dem Sachsenschnitt von 1,1 Prozent." Man merke zunehmenden Zuwachs in den Sommermonaten und komme langsam weg von der Winter- und Weihnachtslastigkeit. Ein Ziel gibt es: "Wir möchten am Thema Rad weiter arbeiten und das Ganze stärker von den Kammlagen in die Fläche tragen." Das Radwegenetz soll weiter qualifiziert werden. Was die Wanderwege angeht, wolle man sich zukünftig auf ein Kernnetz konzentrieren, was man gemeinsam gut erhalten könne und wo viel Energie einfließt. In dem Zusammenhang fallen sicher einige Wege weg, aber das könne man vermitteln, denn auch den Wegewarten sei klar, dass es zukünftig immer schwerer wird, alles zu stemmen. Derzeit sind, über die gesamte Fläche gesehen, 75 bis 80 Prozent der Kommunen Mitglied beim TVE, sagt Hiebl, die von positiven Signalen spricht: "Es ist aber noch ein bisschen Luft nach oben, denn Tourismus ist nach wie vor eine freiwillige Aufgabe." Ein zentrales Thema für alle Kommunen sei die Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe: "Das sind genau die beiden Instrumente, die den Kommunen zweckgebunden Finanzmittel zur Verfügung stellen, um in die touristische Infrastruktur zu investieren." Es gäbe noch zu wenige Kommunen, die diese Instrumente für sich nutzen. Auch in anderen Regionen, ob Bayern, Ostsee oder Nordsee, müsse man als Gast Kurtaxe bezahlen. "Natürlich muss eine kleine Leistung dahinterstehen", so Hiebl.