Friedensglocke erklingt

Bergandacht Fichtelberg ist am 3. Oktober das Ziel vieler Menschen

Auch in diesem Jahr soll auf dem Fichtelberg am 3. Oktober die Friedensglocke erklingen. Als sie im Jahr 2010 anlässlich von 20 Jahre Deutsche Einheit geweiht wurde, versammelten sich gut 1.200 Menschen trotz schlechten Wetters auf dem höchsten Berg Sachsens. Laut dem Schwarzenberger Türmer Gerd Schlesinger, der gleichzeitig zu den Initiatoren der Friedensglocke auf dem Fichtelberg gehörte, waren auch die folgenden Bergandachten, die es immer am 3. Oktober gibt, gut besucht. "Auch in diesem Jahr wollen wir am 3. Oktober den Tag der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes mit einer Ökumenischen Bergandacht auf dem Fichtelberg feiern", teilte Gerd Schlesinger mit und ergänzt: "Immerhin ist dieses denkwürdige Ereignis bereits ein Vierteljahrhundert her." Die musikalische Leitung hat wie in jedem Jahr Landesposaunenwart Siegfried Mehlhorn. Es werden Musiker der Posaunenchöre der Kirchenkreise wieder zahlreich beteiligt sein. "Die Bergandacht wird wie in den Vorjahren gestaltet von Gliedern der Evangelischen Allianz sowie der Römisch katholischen Kirche", so Schlesinger. Pfarrer Christian Löhr, der bis 1989 in Schwarzenberg tätig war, hält in diesem Jahr die Predigt.

Zur Geschichte: Im Frühjahr 2009 wurde diskutiert, an welchen Stellen Denkmäler für die Friedliche Revolution und Deutsche Einheit stehen könnten. Dem Türmer der Stadt Schwarzenberg, Gerd Schlesinger, kam damals die Idee, auf dem höchsten Punkt der neuen Bundesländer eine Friedensglocke läutbar aufzuhängen. "Diese sollte für Frieden, Einigkeit, Gerechtigkeit und Liebe läuten", sagt Schlesinger. Doch der Türmer ging noch einen Schritt weiter und wollte, dass der Ruf bis in die Tschechische Republik dringt und somit ein Symbol des "Vereinten Europa" wird. Zusammen mit Jörg Eller, einem weiteren Glockenexperten, bereitete er damals das Projekt vor und betreut die Glocke bis heute.

Die Bergandacht auf dem Fichtelberg ist am 3. Oktober geplant. Sie beginnt 14 Uhr.