Friederike war gnädig im Marienberger Forstbezirk

Sturm Nur 25.000 Festmeter Schadholz entstanden durch den Orkan im Januar

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Thomas Baader und Anne Körner bei der Bestandsaufnahme im Lächenbestand auf der Wettiner Höhe. Foto: Jan Görner

Marienberg. Der Orkan Friederike hat im Vergleich zu Kyrill und Herwart nur wenig Schaden im Forstbezirk Marienberg verursacht. "Wir haben etwa 25.000 Festmeter Schadholz registriert", so der Sprecher des Forstbezirks Thomas Köhler. Bei Kyrill und Herwart sind es jeweils 125.000 Festmeter gewesen.

Lärchen fielen dem Sturm zum Opfer

Allerdings legte Friederike mit ihren starken Böen lokal begrenzt ganze Bestände um. Eine dieser Flächen befindet sich auf der Wettiner Höhe in Seiffen. Das Waldstück gehört zu Thomas Baaders Revier Hirschfeld. Etwa fünf Hektar Lärche hat der Sturm am 18. Januar hier entwurzelt. Dabei sind Lärchen eigentlich weniger windanfällig als andere Baumarten. "Das liegt daran, dass sie ihre Nadeln noch nicht abgeworfen hatten. Dadurch vergrößerte sich die Windangriffsfläche", sagte Anne Körner. Sie ist Forstinspektoranwärterin beim Staatsbetrieb Sachsenforst und absolviert einen Teil ihrer Ausbildung im Revier Hirschfeld.

Fläche soll wieder bepflanzt werden

Die Aufräumarbeiten haben auf der Wettiner Höhe längst begonnen. Die Wege sind bereits frei. "Wir hoffen damit bis zum Schlüpfen des Borkenkäfers fertig zu sein", so die Deutschkatharinenbergerin. Das Wiederaufforsten gestaltet sich gar nicht so einfach. Buchen eignen sich für die kahle Fläche nicht. Sie sind hier zu anfällig für Frost. Wahrscheinlich greift das Team um Thomas Baader hier auf Ahorn zurück.

Waldbesuchern rät Thomas Köhler, auf den Wegen zu bleiben und geschlossene Waldflächen zu meiden. Private Waldbesitzer sollten ihre Schäden in Abstimmung mit Profis beseitigen. "Sie kennen die Gefahren und haben die Technik, um die Mikado-Strukturen zu entschärfen", so der Marienberger.