Frischekur für maroden Schloss-Zugang

Baureport Ehemalige Gewölbebrücke von Schloss Wolkenstein wird saniert

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Der Zugang zu Schloss Wolkenstein wird saniert. Neben der ehemaligen Gewölbebrücke, über die die Straße in den Schlosshof führt, betrifft das die Mauern rechts und links des Übergangs. Foto: Sandra Häfner

Wolkenstein. Die ehemalige Gewölbebrücke am Zugang zu Schloss Wolkenstein sowie die angrenzenden Mauern werden erneuert. Damit setzt die Stadtverwaltung die Bauarbeiten an dem historischen Gemäuer fort, nachdem in den vergangenen Monaten bereits mehrere Abschnitte der Schlossmauer erneuert worden waren. Die Bauarbeiten zu einem Preis von knapp 240.000 Euro hat der Stadtrat an eine Firma aus Zwickau vergeben.

Sanierung ist dringend notwendig

Gefördert wird das Vorhaben erneut aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz". Während der Bauarbeiten bleibt das Schloss geöffnet und ist über eine hölzerne Brücke für Fußgänger erreichbar, sagte Bürgermeister Wolfram Liebing.

Die Bauarbeiten sind dringend nötig. So sind durch Verwitterung und Bewuchs die äußeren Mauerwerksschalen verwittert und leicht verformt, heißt es aus dem Bauamt. Wasser kann in das Bauwerk eindringen. Durch die Auffüllung des Burggrabens ist das Gewölbe der der ehemaligen Brücke, über die eine Straße ins Schloss führt, nicht mehr sichtbar. Frühere Bewohner des Schlosses berichteten, auch das Gewölbe sei mit verfüllt worden.

Gewölbe wird weiterhin nicht genutzt

Doch das geschah nicht komplett, ergaben Erkundungen. So wurde das Gewölbe auf der Südseite nur zugemauert, die Nordseite dagegen ist vollkommen verschlossen. Während der Bauarbeiten wird die freigelegte südliche Gewölbeöffnung zugemauert und gesichert. Das Gewölbe selbst wird durch eine Stahlbetonschale verstärkt und abgedichtet. Eine Nutzung des Gewölbes ist nicht vorgesehen.

Zum beliebten Burgfest, das am Himmelfahrtstag im Mai beginnt, sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, so der Bürgermeister. Doch die Sanierung der Schlossmauern wird weitergehen, kündigt Liebing an. So sei etwa im Bereich des ehemaligen Gefangenenhofes noch einiges zu machen.