Frust entsteht, wo die Hilfe auf ihre Grenzen trifft

Verleihung Stollberger Verein erhält Integrationspreis

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Der Verein Menschlichkeit als Tradition hat von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (5.v.li.) und von Silke Janssen vom Deichmann-Förderpreis (3.v.li.) den Integrationspreis überreicht bekommen. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Der Verein Menschlichkeit als Tradition aus Stollberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hilfsbedürftige zu unterstützen und sich um Integration zu kümmern. Dabei ist ein Schwerpunkt die Arbeit mit Asylbewerbern.

In der Form schafft man verschiedenste Angebote im Bereich Bildung, Kultur, Sport und Alltagsbewältigung. Der Vereinsvorsitzende Christoph Zimmermann sagt: "Die meisten Schwierigkeiten hat man damit, dass man mit der Hilfe an Grenzen stößt.

Es geht für viele Asylbewerber nicht richtig vorwärts und da ist ganz viel Frust da. Wenn man den Leuten nach zwei Jahren keine Perspektive bieten kann, dann ist beispielsweise ein Kurs zur Verkehrserziehung zwar ganz nett, aber sicher nicht der richtige Ansatz."

Der Preis soll auch ein Ansporn sein

Perspektiven zu schaffen, da sind auch wir stellenweise ratlos, gesteht Zimmermann. Die 30 Vereinsmitglieder von "Menschlichkeit als Tradition" sind sehr aktiv und machen sehr viel möglich. Das unermüdliche Engagement ist jetzt mit dem Deichmann-Förderpreis für Integration ausgezeichnet worden.

Der Stollberger Verein ist Landessieger. Der Regionalpreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, wurde jetzt im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in der Römisch-katholischen Pfarrei Sankt Marien in Stollberg überreicht. Stanislaw Tillich erklärt: "Der Preis ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern Ansporn, die Arbeit weiter fortzusetzen. Es ist wichtig, dass die Gesellschaft die Menschen mit Migrationshintergrund spüren lässt, dass sie nicht fremd sind."



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