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Öfter Manager als Schnitzer

Ehrenamt 20 Jahre an der Spitze des Schnitz- und Bergvereins Lößnitz

Lößnitz. 

In der letzten Zeit hat Mario Rudolph äußert selten zum Schnitzmesser gegriffen. Als Vorsitzender des Schnitz- und Bergvereins Lößnitz, mit 135 Jahren als Verein der älteste seiner Art, kümmert er sich mehr ums Organisatorische und ums Management im Verein. Diese Aufgabe füllt Mario Rudolph jetzt seit 20 Jahren aus. Der 46-jährige ist schon ein Stück weit stolz: "Es ist ein Erfolg, einen so traditionsreichen Verein leiten zu können. Es ist schön, einen ordentlichen Stamm an Mitstreitern um sich zu haben, Ausstellungen zu gestalten und Zuspruch zu finden." Der Verein hat in der ehemaligen Dampfbrauerei ein neues Domizil bezogen. Rudolph: "Im Oktober 2012 haben wir im Bürgerhaus alles abgebaut und dann am neuen Standort ein halbes Jahr gewerkelt, um das Ganze wieder aufzubauen." Das Gros steht, doch einige kleinere Berge sind noch verpackt. Das letzte Projekt war die Nachstellung des Pyramidenaufbaus in Lößnitz. Der Schnitzverein hat 1979, zum 100-jährigen Jubiläum, die Pyramide fertiggestellt. Seither baut man sie jedes Jahr auf dem Marktplatz auf. Das sind jetzt 35 Jahre.

Mit dem Modell haben sich die Schnitzer ein kleines Denkmal gesetzt. Jeder Schnitzer hat sich selbst geschnitzt und im Modell nachgestellt. Was Mario Rudolph sich wünscht: "Es muss mit dem Verein weitergehen, dass ist das große Ziel." Man wolle sich mehr der Nachwuchsarbeit widmen. Gewerkelt wird donnerstags ab 19 Uhr im Schnitzerheim am Steinweg in Lößnitz. rw