Fünf schwache Minuten: Erzgebirge Aue hängt nach Niederlage im Tabellenkeller fest

Kumpelverein trennt sich von Osnabrück mit 1:3 (1:1)

Aue

Die Krise spitzt sich zu: Erzgebirge Aue verpasst auch gegen den VfL Osnabrück den Befreiungsschlag. Die Partie endete im Lößnitztal mit einer 1:3-Veilchen-Niederlage (1:1).

Vier Tage vorm 80-jährigen Vereinsjubiläum des FC Erzgebirge Aue am es im eins-Erzgebirgsstadion zum Duell der beiden Lila-Weißen der 3. Fußball-Liga. Aktuell sind die Vereinsfarben die einzige Gemeinsamkeit zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem VfL Osnabrück. Die Niedersachsen – derzeit auf dem 3. Tabellenplatz – liebäugeln mit dem Aufstieg. Die Veilchen auf dem 17. Tabellenplatz kämpfen um den Klassenerhalt.

Nur ein Sieg in zwölf Spielen

Im Lößnitztal geht ausregerechnet im Jubiläumsjahr das Abstiegsgespenst um. Und der Abwärtstrend ist deutlich zu sehen: Nur eins der letzten zwölf Spiele konnten die Veilchen gewinnen. Nur die Partie gegen Schweinfurt konnten die Veilchen, damals noch unter Cheftrainer Jens Härtel, für sich entscheiden. 4:0 hieß es am 20. Dezember gegen das Tabellenschlusslicht.

Rollenverteilung klar

Die Rollen auf dem Rasen waren vor der Partie gegen die ganz in weiß auflaufenden Osnabrücker klar verteilt. Und so begann auch die Partie: In der vierten Minute war Martin Männel als Auer Schlussmann erstmals gefragt. Über rechts gab Fridolin Wagner den Ball in den Strafraum. Ismail Badjie, dann Frederik Christensen, der frei abschloss. Doch Männel begrub den Ball unter sich.

Aue lädt zum Tor ein

In der 17. Minute verteilte Aue Geschenke, Osnabrück nahm gern an. Ryan Malone und Tristan Zobel waren sich nicht einig. Diesmal machte Badje alles richtig. Er schlängelt sich an Männel vorbei und bringt Osnabrück in Führung. Nur zwei Minuten später hätte Aue den Ausgleich erzielen können, doch Bärs Kopfball wird von Lukas Jonsson noch erwischt.

Ausgleich vor der Pause

In den nächsten Minuten hatte der VfL das Spiel im Griff, versäumte es aber die Führung auszubauen. In der 42. Minute der erste gut herausgespielte Angriff der Veilchen. Ehlers zog halblinks im Strafraum bis zur Grundlinie durch und spielte den Ball zurück in Richtung Elfmeterpunkt. Dort stand Julian Günther-Schmidt vollkommen frei. Mit einem straffen Schuss in die rechte lange Ecke schoss er sein erstes Tor o Veilchen-Trikot. Wenige Minuten später ging es mit dem Unentschieden und verhaltenem Beifall von den Rängen in die Pause.

Munterer Start

Die Mannschaften kamen unverändert aus den Kabinen. Es entwickelte sich ein munteres Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Aue spielte in der zweiten Hälfte mutiger und provozierte Fehler bei den Gästen. Jonsson machte in der 62. Minuten einen katastrophalen Schnitzer. Der Ball landete an der Strafraumgrenze genau vor den Füßen vor Marvin Stefaniak. Die Chance blieb ungenutzt.

Es kam wie es kommen musste: Osnabrück erwischte Aues fünf kritische Minuten. Osnabrücks Doppelschlag (72. + 76) entschied das Spiel. Die Treffer erzielten Joker Tony Lesueur und Robin Meißner. Für den Kumpelverein spitzt sich die Situation im Tabellenkeller zu. Osnabrück konnte mit breiter Brust und drei Punkten nach Niedersachsen fahren.

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