Fünf Verletzte bei Großbrand in Annaberg-Buchholz

Feuerwehr Zur Ursache des Feuers ermittelt nun die Polizei

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Zu einem Großbrand wurden Feuerwehr und Polizei in der Nacht zum Mittwoch nach Annaberg-Buchholz in die Brauhausstraße alarmiert. Wie Einsatzleiter Ronny Sauer von der Freiwilligen Feuerwehr Annaberg-Buchholz berichtet, stand beim Eintreffen eine Werkstatt in Vollbrand und hatte bereits auf ein angrenzendes Wohnhaus übergegriffen.

Rettung auf das Vordach

Die drei Bewohner einer Wohnung (2/w, 32/w, 41/m) bemerkten den Brand in letzter Sekunde und retteten sich ins Freie. Dabei flüchtete eine Person mit einem Kind über das verrauchte Treppenhaus nach draußen, eine weitere Person gelangte auf ein angrenzendes Vordach. Wie Sauer weiter berichtet, retteten die Kameraden bei Ankunft am Einsatzort umgehend die Person vom Vordach über eine Steckleiter und übergaben diese dem eintreffenden Rettungsdienst. Sie kamen nach der medizinischen Erstversorgung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus.

 

 

Zeitgleich forderte man weitere Rettungskräfte nach, um unter anderem eine stabile Wasserversorgung zu gewährleisten.. Ein massiver Löschangriff war notwendig, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Nach vier Stunden war der Brand zum Großteil gelöscht. Drei Bewohner des Hauses, sowie zwei Kameraden der Feuerwehr wurden verletzt. Für einen Hund kam jede Hilfe zu spät.

Vier der Verletzten wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert. Ein weiterer Kamerad der Feuerwehr wurde vor Ort vom Rettungsdienst ambulant behandelt. Wie es zu dem verheerenden Brand kommen konnte, ermittelt nun die Polizei.

Viele Rettungskräfte im Einsatz

Bis gegen 4 Uhr waren 80 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Stadtfeuerwehr Annaberg-Buchholz, die Freiwilligen Feuerwehren aus Cunersdorf, Frohnau, Sehma, Cranzahl, der diensthabende Kreisbrandmeister, sowie drei Rettungswagen, ein Notarzt und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes im Einsatz. Die Werkstatt sowie mehrere Räume des Wohnhauses brannten komplett aus. Durch die Hitzeentwicklung wurden mindestens auch Motorräder in der Werkstatt, sowie ein außen geparktes Auto massiv beschädigt.Es wird derzeit von einer sechsstelligen Schadenssumme ausgegangen. Eine Begutachtung durch einen Brandursachenermittler der Kriminalpolizei stellte einen technischen Defekt als Auslöser des Feuers fest.