Für eine nächste Flut gerüstet

BAUREPORT Feierliche Einweihung des neuen Hochwasserrückhaltebeckens

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Das Hochwasserrückhaltebecken im Tal des Beuthenbaches wurde feierlich eingeweiht. Foto: Leischel

Neuwürschnitz. Das Bauwerk wirkt aus der Ferne wie die Mauerkrone einer Talsperre. Dahinter verbirgt sich aber ein neues Hochwasserrückhaltebecken, das die Landestalsperren Verwaltung Sachsen in dreijähriger Bauzeit im Tal des Beuthenbaches errichtete und am Dienstag feierlich einweihte.

In den Jahren 2002, 2010 und 2013 richteten großflächige Überschwemmungen an der Würschnitz, in der sonst das ruhig dahinfließende Bächlein einmündet, beträchtlichen Schaden an. Betroffen waren besonders die Gemeinden, die unterhalb des jetzigen Beckens entlang der Würschnitz liegen bis hinein zu den Chemnitzer Ortsteilen Klaffenbach und Harthau.

Der Freistaat investierte 22 Millionen Euro

"Der Freistaat hatte sich bereits nach dem Hochwasser von 2002 auf die Fahnen geschrieben, den Hochwasserschutz auf ein neues Niveau zu bringen", sagte der Geschäftsführer der Landestalsperren Verwaltung, Heinz Gräfe. Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Standort bei Neuwürschnitz, der einzige wirksame für eine Stauanlage sei. Mit der Planung wurde bereits 2008 begonnen und im März 2014 war Baubeginn.

Zu den besonderen Herausforderungen war die Umverlegung einer Trinkwasserleitung, die im Stauraum verlief. Betriebsleiter Christian Zschammer erläuterte die Hochwasserschutzanlage. "Es handelt sich um eine grüne Staumauer - das bedeutet das Becken sieht jetzt wie eine Wiese aus - der Steinschüttdamm besitzt eine innenliegende Asphaltbetonabdichtung. Gestaut wird das Becken nur bei Hochwasser." Die Baukosten für die Anlage belaufen sich auf rund 22 Millionen Euro.